Wir
haben seit ca. einem Jahr nun die elektronische Gemeindezeitung in unserer
Gemeinde (e-GZ) und ich freue mich sehr darüber, dass initiative Mitglieder
dies ermöglicht haben. Ganz herzlichen Dank all jenen, die dies ermöglicht
haben und bis heute unermüdlich dran geblieben sind!
Als
wir in der Gemeinde St. Gallen vor vielen, vielen Jahren die erste (Papier-) Gemeindezeitung
ins Leben riefen (die wir dann mit den Jungen Männern mit Alkoholmatrizen
umdruckten), hatten sich die (damaligen) Zweigpräsidentschaftsmitglieder
vorgenommen, jeden Monat abwechslungsweise einen Leitartikel zu schreiben. Wir
haben uns nun in der Bischofschaft darauf besonnen und werden dieses gute
Vorhaben wieder ins Leben rufen! Ich darf als Bischof nun den Anfang machen und
meine Gefühle und Gedanken im ersten Leitartikel unserer e-GZ mit euch teilen!
Es
ist mir ein Anliegen, euch allen, liebe Geschwister, für euren unermüdlichen
und bereitwilligen Einsatz für unsere Gemeinde und für den Herrn zu danken. Es
ist gar nicht selbstverständlich, dass man einfach so, ohne dafür irgendeinen
(materiellen) Lohn zu erhalten, diese Arbeit, diesen Dienst am Nächsten
vollbringt. Aber das Evangelium Jesu Christi baut darauf auf und Seine Kirche
kann nur so funktionieren. Ich staune immer wieder, wie gut unsere Kirche und
unsere Gemeinde funktioniert, verglichen mit vielen weltlichen Organisationen,
die ich in meinem beruflichen Leben schon kennen lernen durfte. Es ist eben das
Werk des Herrn und unseres himmlischen Vaters! Aus
den Schriften lernen wir:
„Denn siehe, es ist nicht
recht, dass ich in allem gebieten muss; denn wer in allem genötigt werden muss,
der ist ein träger
und nicht ein weiser Knecht, darum empfängt er keinen Lohn. Wahrlich, ich sage: Die Menschen sollen sich voll
Eifer einer guten Sache widmen und vieles aus ihrem eigenen, freien Willen tun
und viel Rechtschaffenheit zustande bringen; denn die Macht ist in ihnen, wodurch sie für sich selbst handeln
können. Und insofern die Menschen Gutes tun, werden sie keineswegs ihres Lohnes
verlustig gehen.“ LuB 58:26-28
Unser
himmlischer Vater erwartet also, dass wir viel Rechtschaffenheit zustande
bringen indem wir uns voll Eifer einer guten Sache widmen. Das Beste, was wir
machen können, um uns einer guten Sache zu widmen ist unserem himmlischen Vater
und unserem Nächsten zu dienen. Auch hierzu belehrt uns die Schrift auf sehr
klare Weise:
„Und siehe, ich sage euch
dies, damit ihr Weisheit
lernt, damit ihr lernt, dass, wenn ihr im Dienste
eurer Mitmenschen
seid, ihr nur im Dienste eures Gottes seid.“ Mosia 2:17
„Darauf wird der König ihnen
antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder
getan habt, das habt ihr mir getan.“ Matthäus 25:40
Wir
sind seine Werkzeuge und durch uns bringt Er die Heilung vieler Menschen
zustande. Dieser Gedanken wird uns von der folgenden Schriftstelle vermittelt:
„Doch sollt ihr ihn [den Unwürdigen] nicht
aus euren Synagogen oder euren Anbetungsstätten ausstoßen, denn solchen
Menschen sollt ihr auch weiterhin dienen; denn ihr wisst nicht, ob sie nicht
zurückkommen und umkehren und mit voller Herzensabsicht zu mir kommen und ich
sie heilen werde; und ihr werdet das Mittel sein, um ihnen die Errettung zu
bringen.“ 3 Nephi 18:32
Ich
bin sehr dankbar, dass ich in unserer Gemeinde dienen darf und mit euch
zusammen jenen helfen kann, denen es vielleicht nicht so gut geht oder die mit
Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Dies ist Sein Werk und ich bin sehr
glücklich, wenn ich meine Fehler und Unvollkommenheiten gut machen kann, indem
ich anderen diene! Ich
freue mich mit euch allen in Seinem Werk tätig zu sein und lasse euch diese
Gedanken im Namen Jesu Christi, Amen.
Bischof
Alfred Escher