Liebe Geschwister,
In letzter Zeit
beschäftigt mich das Thema „Vergebung“ sehr. In vielen Gesprächen habe ich
gemerkt, wie wichtig die Versöhnung mit unserem Nächsten, unseren Verwandten,
unserer Familie, ja auch mit uns selbst und unserem Vater im Himmel ist. Wir
können keine innere Zufriedenheit finden, wenn wir nur im Geringsten mit uns
selbst oder unserer Umgebung im unreinen sind. Wir können keine grossen
persönlichen Fortschritt erwarten, wenn uns negative Gefühle gegenüber unserem
Nächsten einengen und zurückhalten. Es ist auch nicht möglich, vollkommende
Liebe in uns zu haben, wenn wir unser Wohlwollen sehr selektiv anwenden. Wir
können auch uns selbst nicht lieben, wenn wir Uneinigkeit oder Streit mit
unserem Nächsten hegen. Der Herr hat uns das unmissverständliche Gebot gegeben:
„Liebe Deinen Nächsten wie dich selbst“..
Daraus kann man auch den
Umkehrschluss machen: Man erkennt, wie sehr eine Person mit sich selbst
Zufrieden und im Einklang ist daran, wie sehr er für jeden seiner Nächsten
Liebe zeigt. Dies durch liebevolle Taten, durch aufmunternde Worte oder durch
eine tröstende Schulter – jederzeit und überall ohne Bedingungen und Vorbehalt
der Person.
Eine solche Person ist
dem Herrn wohlgefällig und kann als wahrer Jünger Christi bezeichnet werden.
Sie strahlt wahre ungeheuchelte Liebe aus und ist ein Segen und Anker für seine
Mitmenschen. In einer solchen Umgebung fühlt man sich wohl und darum ist sie
„anziehend“, weil der Heilige Geist anwesend sein kann. Nur so ist es möglich
Menschen zu Christus zu führen.
Ich denke dass es
besonders im Monat Juni, der Monat des Einladens, besonders wichtig ist,
Vergebung für unseren Nächsten zu empfinden. Die Freude über einen „verlorenen
Sohn“ sollte alles überwiegen und bedingungslose Vergebungsbereitschaft
vorherrschen. Lasst uns den ersten Schritt machen und in diesem Sinne
aufeinander zugehen!
In aufrichtiger Liebe,
Wolfgang Bäck