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Dienstag, 6. Mai 2014

Geistiger Gedanke: Missionsarbeit


Liebe Geschwister

Als ältestes Kind in meiner Familie haben mich meine jüngeren Geschwister jedes Mal beeindruckt, wenn Sie Freunde zur Kirche oder für Aktivitäten einluden und mitnahmen. Es schien so einfach und doch für mich unmöglich.

Vor einigen Monaten waren die Missionare bei uns und haben ein neues Missionsarbeit-Programm vorgestellt. Bevor Sie gingen fragten Sie uns, ob wir für einen unserer Freunde beten wollten. Eine Mitarbeiterin kam mir sporadisch in den Sinn und wir beteten für sie. Es war eine nette Geste, ich habe mir aber später darüber fast keine Gedanken mehr gemacht.
Kurz danach bekam ich die Gelegenheit meine Berufung gross zu machen und ich ergriff die Chance Missionsarbeit zu tun. Ich habe mir die Zeit genommen und habe Karten an weniger aktiven Mitgliedern geschrieben. In den Briefen lud ich alle an unsere FHV-Aktivität, Zumba, ein. Bevor ich die Karten abschickte, sprach ich ein kurzes Gebet. Ich bat Gott darum, wenigstens eine Rückmeldung zu bekommen. Es musste nicht einmal eine positive Rückmeldung sein. Da ich noch einen Flyer übrig hatte, nahm ich diesen zur Arbeit mit und legte ihn in den Schrank meiner Mitarbeiterin.

Danach sind viele Tage ohne Nachricht von den Angeschriebenen vergangen. Ich hatte die Aktion schon fast vergessen als mein Mann plötzlich zu mir kam und mir mitteilte, dass sich eine Schwester für die Karte bedankt und gefreut hat, jedoch nicht kommen konnte. Ich habe um mindestens eine Rückmeldung gebeten und habe diese auch bekommen. Ich war sehr zufrieden und bedankte mich beim Vater im Himmel.

Am nächsten Morgen bei der Arbeit, begrüsste mich meine Mitarbeiterin, die nun wieder aus den Ferien zurück war. Ich fragte sie wie es war, sie antwortete, erzählte und fügte nebenbei an: „Gell, ich chumme denn am Zieschtig“. Ich konnte dem Gehörten kaum  glauben. Ich fühlte wie mich die Freude überströmte!

President Henry B. Eyring hat einmal gesagt, um ein guter Jünger Christi zu werden, müssten wir uns zwei Attribute aneignen:
„Erstens: Sie wissen, dass sie die geliebten Kinder eines liebevollen himmlischen Vaters sind. Deswegen wenden sie sich gern und oft im Gebet an ihn. Sie erwarten, dass sie von ihm persönliche Anweisungen erhalten. Sie gehorchen in Sanftmut und Demut, so wie dies Kinder vollkommener Eltern tun. Der Vater ist ihnen nahe.
Zweitens: Sie sind dankbare Jünger des auferstandenen Jesus Christus. Sie wissen, dass das Sühnopfer wahr und für alle notwendig ist. Sie sind rein geworden, weil ein Bevollmächtigter sie getauft hat und sie den Heiligen Geist empfangen haben. Und weil sie Frieden empfangen haben, sind sie wie die Söhne Mosias, mit dem „Wunsch, einem jeden Geschöpf möge die Errettung verkündigt werden, denn sie konnten es nicht ertragen, dass eine menschliche Seele zugrunde gehe; ja, sogar der blosse Gedanke daran, dass eine Seele endlose Qual erdulden müsse, liess sie beben und zittern.““
Durch mein kleines Erlebnis, habe ich viele kostbare Schätze gewonnen. Ich bin meinem Vater im Himmel näher gekommen, ich habe seine Nähe und Führung in diesem Ereignis gespürt. Mein Zeugnis vom Beten wurde gestärkt. Ich weiss, dass er meine Gebete hört und beantwortet.
Ich möchte meinen Gedanken mit einem Zitat von Elder Eyring schliessen.
„Um an diesem Wunder teilzuhaben, brauchen Sie nicht zu warten, bis Sie sich dem himmlischen Vater näher fühlen oder bis Sie sicher sind, dass Sie durch das Sühnopfer Jesu Christi rein geworden sind. Bitten Sie um die Gelegenheit, Menschen zu begegnen, die spüren, dass es in ihrem Leben noch Besseres geben kann. Bitten Sie darum, zu wissen, wie Sie ihnen helfen können. Ihre Gebete werden erhört werden. Sie werden Menschen begegnen, die der Herr vorbereitet hat. Sie werden Dinge spüren und sagen, die über bisher Erlebtes hinausgehen. Und mit der Zeit werden Sie spüren, dass Sie dem himmlischen Vater näherkommen. Sie werden die Reinigung und die Vergebung spüren, die der Erretter seinen glaubenstreuen Zeugen verheisst. Sie werden seine Zustimmung verspüren und wissen, dass Sie das getan haben, wozu er Sie aufgefordert hat, weil er Sie liebt und Ihnen vertraut.“



Im Namen Jesu Christi. Amen.
Jasmin Krähenbühl

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