Liebe Geschwister
Ich nehme die von unserem neuen Ältesten-Kollegiums- Präsidenten gegebene Klasse von heute als Anlass für den Geistigen Gedanken.
Diese Klasse lief unter dem Thema Bündnisse, Eide, Verträge. Diese wurde von mir persönlich sehr geschätzt, da sie uns alle wieder etwas auf die Basics zurückberief.
Es wurden verschiedene Fragen aufgeworfen wie: Was ist ein Bund? Wie unterscheidet er sich vom Vertrag? Was für Bündnisse machen wir? Mit wem machen wir unsere Bündnisse? Sind wir uns bewusst, was wir versprechen?
Ich möchte doch noch einmal einige dieser Punkte aufgreifen. Eine Ansprache über „Bündnisse“ von Elder Russell M. Nelson vom Kollegium der Zwölf Apostel an der General Konferenz im Oktober 2011 werde ich dazu zur Hilfe ziehen.
Was ist ein Bund?
Elder Russell M. Nelson beantwortet dies folgendermassen:
„Rechtlich gesehen ist ein Bündnis normalerweise eine Übereinkunft zwischen zwei oder mehr Parteien. In der Religion kommt einem Bündnis jedoch noch weitaus größere Bedeutung zu. Es ist eine heilige Vereinbarung mit Gott. Er legt die Bedingungen fest. Man kann selbst entscheiden, ob man diese Bedingungen akzeptiert. Wenn man die Bedingungen des Bündnisses akzeptiert und Gottes Gesetz gehorcht, empfängt man die Segnungen, die mit dem Bündnis einhergehen. Wir wissen: „Wenn wir irgendeine Segnung von Gott erlangen, dann nur, indem wir das Gesetz befolgen, auf dem sie beruht.““
Wir durften mit Hilfe von Google feststellen, dass die Welt keine wirklichen Unterschiede mehr macht zwischen der Definition eines Bundes oder der eines Vertrags. Verträge sind grundsätzlich verhandelbar und können (meist unter Einhaltung einer Frist) jederzeit gekündigt werden. In der Kirche, oder generell Religion wie Elder Nelson sagt, wissen wir, dass die Konditionen des Bundes von Gott festgelegt werden und daher nicht verhandelbar sind. Worin sich unsere Definition von Bund mit der von der Welt wieder eint, könnte man sagen, dass ein Bund oder ein Bündnis in der Regel (wenn überhaupt) nur unter sehr speziellen Umständen beendigt/gebrochen/rückgängig gemacht wird.
Wo machen wir Bündnisse mit dem Herrn?
· Bei der Taufe
· Beim Erhalt des Priestertum
· Im Tempel (Endowment, Siegelung)
Als Ältesten Kollegium werden bei Diskussionen um Bündnisse der „Eid und Bund des Priestertums“ natürlich zentral behandelt.
Auch hierzu hat sicher Elder Nelson geäussert:
„Die Brüder des Bundes haben das Recht, sich für den Eid und Bund des Priestertums würdig und bereit zu machen. Wenn Sie „treu sind, sodass [Sie] diese zwei Priestertümer erlangen … und [Ihre] Berufung groß machen, werden [Sie] vom Geist geheiligt, sodass sich [Ihr] Körper erneuern wird“. Und das ist nicht alles. Ein Mann, der das Priestertum würdig empfängt, empfängt den Herrn Jesus Christus, und wer den Herrn empfängt, der empfängt Gottvater. Und wer den Vater empfängt, empfängt alles, was dieser hat. Unvorstellbare Segnungen erwachsen den würdigen Männern, Frauen und Kindern in aller Welt aus diesem Eid und Bund.“
Zur Taufe sagt er:
„Bei der Taufe geloben wir, dem Herrn zu dienen und seine Gebote zu halten. Wenn wir vom Abendmahl nehmen, erneuern wir dieses Bündnis und erklären uns bereit, den Namen Jesu Christi auf uns zu nehmen. So werden wir als seine Söhne und Töchter angenommen und sind daher Brüder und Schwestern. Er ist der Vater unseres neuen Lebens. Zu guter Letzt können wir im heiligen Tempel Miterben der Segnungen einer ewigen Familie werden, wie es einst Abraham, Isaak, Jakob und deren Nachkommenschaft verheißen wurde. Somit ist die celestiale Ehe der Bund der Erhöhung.“
Gerade jetzt durfte ich noch beim Durchstöbern meiner Unterlagen zum Evangelium feststellen, dass ich im Dezember 2013 eine Ansprache gegeben habe über Bündnisse. Es scheint wirklich ein Thema zu sein, von dem der Herr möchte, dass ich mich damit auseinandersetze.
Ich durfte durch diese Klasse wieder eine vertiefte Erkenntnis erhalten zu diesem zentralen Thema. Dies obwohl wir nicht über „Deep Doctrine“ sprachen, sondern auf die Grundlagen zurückkamen. Dies war für mich ein Zeugnis, wie wichtig die Grundlagen sind. An jeder General Konferenz werden oft „nur“ Grundlagen vermittelt. Dies ist nicht weil der Herr oder seine Diener uns langweilen möchten, sondern weil es das ist, was wir zu dieser Zeit hören sollen.
Von der Wichtigkeit der Kenntnis und dem Halten der von uns geschlossenen Bündnisse habe ich ein starkes Zeugnis. Der Herr liebt uns sehr und hat uns dadurch einen Weg bereitet wie wir zu ihm zurückkehren können.
Dies lasse ich Ihnen im Namen Jesu Christi. Amen.
Die Ansprache von Elder Russel M. Nelson von der General Konferenz Oktober 2011 kann unter folgendem Link nachgelesen/-gehört/-gesehen werden: https://www.lds.org/general- conference/2011/10/covenants? lang=deu
Schöne Woche und Beste Grüsse
Marc Wettering