Haben sie sich das auch schon gefragt, wenn sie darüber
nachgedacht haben, an eine Versammlung oder Aktivität zu gehen? Man spielt mit
dem Gedanken nicht zu gehen, und eben zu Hause zu bleiben, und man sich fragt,
was nutzt mir das?
Aber manchmal vergessen wir auf diesem Wege, dass wir
anderen dienen können, und da sein können, wenn jemand Hilfe braucht.
Gerade in unserem Umfeld, in der Familie oder in der
Gemeinschaft der Kirche gibt es viele Gelegenheiten, wie man helfen kann.
Gerade ich durfte das sehr reichhaltig erfahren, ich kam
quasi als ein Fremder in die Gemeinde, wo man mir gleich zu Beginn viel Hilfe
anbot, die ich dankbar annahm. Hilfe die ich dringend brauchte, und so wie ich
merken durfte, dass die Lösung oder Hilfe auch immer kam.
So glaube ich wie es in der Generalkonferenz hiess, man
solle dienen, und sich in seinem Umfeld fragen, wie kann ich helfen, oder
jemand der Hilfe braucht, eine Hilfe sein.
Manchmal neigen wir uns dazu, dass wir uns selbst
erniedrigen, oder wir denken, dass gerade fehlerhafte Menschen wie wir, nicht in
der Lage sind zu helfen. Gerade da will uns das böse beeinflussen, nicht zu
dienen oder zu helfen. Es will uns herabsetzen, so dass wir entmutigt werden,
zu helfen.
Es braucht manchmal gar nicht viel, um für jemand da sein
zu können, manchmal braucht es einfach ein nettes Wort, oder eine Umarmung, so
das der hilfesuchende spüren darf, dass er in einer liebevollen Gemeinde ist,
wo einem geholfen wird.
Gerade das macht einem wieder sehr viel Mut im Leben mit
unseren Herausforderungen, zu wissen das man nicht alleine alles tun muss. Auch
da kann ich bezeugen, dass dies wirklich stimmt, ich brauchte oft diese Nähe,
und brauche sie noch, und ich werde sie auch immer brauchen, um
vorwärtszukommen. In unserer Gemeinschaft, wo Nächstenliebe gepflegt wird, und
man einfach das Bedürfnis hat zu helfen, so können wir wissen, dass es immer
jemandem nutzen kann, wenn wir uns bemühen, an die Versammlungen oder
Aktivitäten zu gehen.
Gerade durch diese Hilfe, durfte ich echte und grosse
Freundschaft erfahren, die mir heute wirklich viel bedeutet, richtige echte
Freunde, die wirklich da sind, wenn man sie braucht, und umgekehrt auch, gerne
und immer.
Gerade am Anfang in der Kirche oder wenn ich
Generalversammlung mir ansah, kam mir immer ein Gedanke, dass die doch alle
perfekt sind, und ich eben nicht. Ich bin doch absolut unwürdig, hier zu sein,
und auch meine vielen Fehler, sind einfach zu peinlich, um da zu sein.
Aber ich durfte in der Kirche dankbar lernen, dass auch
andere Fehler haben, sogar Führende Priester, oder Apostel gaben zu, dass sie
fehlerhaft sind, und noch einiges lernen müssen.
Dies war eine grosse Erleichterung für mich, nicht
Schadenfreude oder derartiges, nein, ich fühlte mich plötzlich umso mehr diesen
Leuten verbunden, gerade weil sie alle auch alle unvollkommen sind. Jeder hat
eigene und spezielle Talente vom Herrn bekommen, die anderen nützlich sein
können. So können wir einander helfen und einander aufbauen, und unsere Talente
sinnvoll nutzen.
Auch wenn wir denken, mir nutzt das doch nichts, aber ich
glaube wir werden gesegnet, wenn wir uns selber vergessen, und erkennen, dass
der Herr uns als Werkzeuge einsetzen möchte.
Wir können auch sehen, dass dies durch seine Kraft
geschieht, und wir so seine Nähe mehr spüren können, als jemals zuvor in
unserem Leben. Wenn man sich selber verliert für andere, spürt man die Nähe des
Herrn umso mehr.
Gerade wenn sie auch die Generalkonferenz verfolgt haben,
so erkennen sie sicher mit Freude auch, dass da die Apostel, nicht ihre
Perfektion oder eben ihre Heiligkeit zur Schau stellen möchten, sondern uns
erkennen lassen, dass auch sie nicht perfekt sind. Aber wir können sehen, dass
der Herr durch sie spricht, und wir viele Antworten erhalten können, auf unsere
Fragen.
Es macht keinen Sinn, wenn die Apostel uns durch ihre Perfektion
erniedrigen würden, und wir uns dann kleiner und entmutigt fühlen, das ist auch
niemals ihr Ziel, sie zeigen uns, dass sie ein Teil von uns sind, und wir
einander helfen und dienen können.
Ich bin dankbar in dieser Kirche ein Mitglied sein zu
können, wo man einander einfach spontan helfen darf, und da sein kann
füreinander.
Unser Ziel ist so zu werden wie Christus, und wenn wir an
ihn glauben, und ihm nachfolgen, dann kommt alles gut, auf unserem Weg nach
Hause zum Herrn!
In diesem Sinne
ihr
Rolf Schweizer




