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Dienstag, 2. Januar 2018

Die Macht des Gebets



Ich hoffe sie sind alle gut in das neue Jahr gekommen, aber ich wünsche ihnen noch nachträglich ein gutes neues Jahr!
Ich möchte ihnen gerne eine Begebenheit erzählen, im Dezember ist es so, dass wir in der Firma immer jede Menge Aushilfen einstellen müssen, um den Stress bewältigen zu können.
Da haben wir schon jede Menge positive und negative Erfahrungen gemacht. Solche Leute die einfach nur herumsitzen, so quasi, das Geld kommt auch so, oder solche, die sich viel Mühe geben, und tatkräftig mitmachen.
Bei mir ergab es sich, dass ich nach 20 Jahren in der Spedition, und nach meiner Burn Out Erkrankung, etwas mehr im Lager arbeiten darf. Was für mich ein grosser Segen ist, alles was anders ist, ist gut und eine grosse Verbesserung vom Alltag für mich im Moment.
Da ergab es sich, dass ich mit dem Camion mit einem halb so alten Menschen wie ich, in das Lager musste, um Material zu holen. Die Strassenverhältnisse waren sehr extrem wegen dem Winter, aber irgendwie ging es doch. Da kam man ins Gespräch, und man erzählte sich gegenseitig seine Sorgen. Dieser junge Mensch erzählte, dass er kurz vor der Scheidung stünde, sein Kind sei sehr unglücklich damit. Es plagten ihn einige extreme Geldsorgen, er bekam nur Aushilfsjobs, wo er sehr wenig verdienen konnte. Er erzählte mir auch, dass er bald keine Wohnung mehr habe, weil er diese nicht mehr bezahlen könne. Es gab mir zu denken, ein knapp zwanzigjähriger der solche schlimmen Probleme hat, und ich fing dann an dankbar zu sein, für das was ich hatte.
Aber dem war noch nicht genug, bei seinem letzten Job, zwang man ihn, einen überladenen Camion zu fahren, und er bekam dann auch Ärger mit der Polizei, und man wollte ihm den Ausweis wegnehmen.
Dieser blickte mich an, und er meinte das er sich am liebsten das Leben nehmen wolle, jeder Tag sei für ihn eine Belastung.
Ich selber war traurig und nachdenklich, ich hörte ihm weiter zu, und es tat ihm gut, dass er einfach alles sagen konnte.
Ich wusste erst nicht was ich sagen oder tun sollte, so aber, kam mir ein Gedanke, dass ich doch beten könnte für ihn. Also tat ich es, mehrere Male. Ich war einfach der Überzeugung, dass diese Last einfach zu schwer war für ihn, und er darunter anfing zu zerbrechen.
Ich finde es schwer, wenn man in einem solchen Alter schon so viele Probleme hat.
Er habe einige Freunde meinte er, aber er hatte ein schlechtes Gewissen, weil er ihnen nicht auf der Tasche liegen wolle.
Nach einer Weile, wo ich ein paarmal für ihn gebetet hatte, und die Weihnachten nahten, meinte er erleichtert, er habe Recht bekommen vor Gericht, und er könne sein Fahrausweis behalten. Er habe sich auch mit seiner Frau versöhnt, und sie wollen es wieder versuchen.
Er habe sogar ein Auto bekommen, von einem Freund, was ihn sehr glücklich stimmte, ich glaube er konnte sogar auch bei Freunden wohnen.
Ich war begeistert, dass seine Last leichter gemacht wurde, und erst später begriff ich, dass der Herr mich gehört hatte, und ihm geholfen hatte.
Ich bohrte nicht mehr nach, und am Ende vom Dezember, konnte er wieder lachen, was er am Anfang des Monats nicht konnte.
Es gibt manchmal Phasen im Leben, wo man das Gefühl hat, die Last ist zu schwer, man kann sie nicht mehr ertragen, man will aufgeben. Ich selber kenne das nur zu gut, es ist ein Kreislauf, wo das böse einem eingibt, man solle Schluss machen. Nur dass wir dann so elend sind wie er selber, aber gerade in der Kirche fand ich selber, sehr wertvolle Freunde, die selbstlos helfen. Eine grosse Familie wo jeder willkommen ist, und man da ist füreinander. Das Thema Nächstenliebe war früher immer etwas, womit ich mich schwertat, ich hörte einmal ein Zitat aus einem Film „Wenn du jemanden helfen willst, dann dir selbst.“
Ich fand das damals, immer passend, ich dachte, wenn nicht ich, wer dann denn?
Aber aus heutiger Sicht, ist das natürlich Unsinn, gerade durch Nächstenliebe, erfährt man selber viel Freude, eine Freude die kaum zu beschreiben ist.
Aber auch die Macht des Gebets, wenn wir voller Glauben, und Liebe im Herz zum Vater im Himmel beten, und wir ihm einen rechtschaffenen Wunsch vortragen, dann wird der Vater im Himmel auf seine Weise eingreifen. Wenn wir wachsam sind, werden sie es erkennen, und dann mit Freude sehen sie, wenn sie jeden Tag beten, dass der Herr jeden Tag bei ihnen ist, und für sie sorgen möchte. Wenn sie für fremde beten, wird er nach seinem Willen eingreifen und handeln, so wie es ihm für richtig erscheint.
Ein herrlicher Moment, wenn wir das spüren dürfen, ich bin wirklich sehr froh und dankbar, dass diesem jungem Mann geholfen wurde.
Vielleicht wollen sie auch ein Wunder geschehen lassen, probieren sie es doch mal aus, sie werden sehen, was für eine wunderbare Freude in ihnen entsteht, und der Vater im Himmel täglich an ihrer Seite ist!

In diesem Sinne
Ihr
Rolf Schweizer








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