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Sonntag, 28. Februar 2021

Ich will

 

Dieses Wort ich will, wenn sie dies auf das Evangelium beziehen, kann oft ein sehr wichtiges Wort werden, ja es kann sie sogar weiterbringen. In meinem Kirchenverlauf habe ich dieses Wort nicht immer gebraucht, oder es ist nicht immer gebraucht worden, leider!

Ich bin schon seit 30 Jahren ein Mitglied, wenn sie aber dann Brutto und Netto rechnen, dann war ich lange inaktiv. Es war kein Zeugnis vorhanden bei mir, und das war einfach Problem auf einmal, gerade in schweren Zeiten, ist das wirklich sehr wichtig, so ein Zeugnis!

Ich war einfach so eingestellt, meine Oma und meine Mutter haben ein großes Zeugnis von der Kirche, und wenn ich in die Kirche kam, so gab es immer schöne Ansprachen, aber weiter hinaus, ging es damals nicht bei mir!

Ich erlebte Jugendliche in meinem Alter, die waren schon viel weiter als ich, ich kam mir sehr minderwertig vor, auch weil ich vom Bauernhof kam, da habe ich mich immer geschämt dafür, grundlos wie mir heute scheint, ich komme aus einer Bauernfamilie, und ich liebe es sehr!

Aber in dieser Anfangszeit, gebrauchte ich das Wort, ich will, im Evangelium sehr wenig oder kaum.

Die anderen, waren da leider ähnlich, oder viele die ich damals kannte, taten Dinge, weil die Eltern das gerne gesehen haben. Ich erlebte auch, wie man das Evangelium als Zwang einsetzte, aber auch diese Kinder wurden damals erwachsen, so wie ich auch. Aber leider und das ist sehr traurig daran, kommen von den damaligen Freunden, nicht mehr viele.

Aber nach langen Jahren, wo ich inaktiv war, da kam ich wieder in Berührung mit der Kirche, mein Onkel starb überraschend. Da tauchte bei mir den Wunsch auf, ich will den Sinn des Lebens wissen. Ich besuchte so wie Joseph Smith, verschiedene Kirchen, es gefiel mir, was ich hörte, ich spürte, wie ich Gott und die Kirche so vermisst hatte. Aber ich spürte, ich wollte aus eigener Kraft mich entscheiden, in welche Kirche ich gehen wollte.

Meine liebe Mutter, zwang mich nie, sie sagte immer ganz liebevoll und sanft, dass es in der Stube den Stern hätte, früher hieß er der Stern, heute ist es der Liahona. Auch meinte sie ganz liebevoll, dass jetzt die Generalkonferenz sei, ich überlegte ob ich mir so eine Ansprache anschauen sollte, ich tat es, und sah eine Ansprache von Richard G.Scott, er sprach so ruhig, und mein Zimmer war erfüllt von dieser schönen Ruhe, es war erstaunlich. Aber ich war skeptisch, weil ich von meinen Anfängen, nicht immer gute Erfahrungen gemacht hatte. Ich entschied mich aus der Kirche auszutreten, und nur zu Hause, die Dinge Genießen zu wollen, ich kam in die Kirche, und sollte den Bischof treffen, wegen dem austreten. Ich selber hatte plötzlich den Wunsch, ich will mir noch ein letztes Mal die Abendmahls Versammlung anschauen, es war wirklich sehr schön, da sprach der Bischof selbst, über richtige Entscheidungen. Ich kam plötzlich ins Grübeln, weil ich spürte mit Schrecken, ich kenne die Kirche nach all den Jahren ja gar nicht. Beim Gespräch selbst, entschied ich mich, dass ich mir das mit dem austreten noch überlegen möchte. Zu Hause da dachte ich in Ruhe nach, ich spürte tief in meinem Herzen, dass ich die Kirche nun auf eigene Faust kennenlernen will. Ich will ein Zeugnis haben, und daran arbeiten, ich will es von ganzem Herzen aus. Niemand habe ich was gesagt in meiner Familie, meine Mutter war hypernervös, an diesem Sonntag, als ich kam von der Kirche, sie ließ Teller und Tassen fallen, sie meinte, sie spüre, dass ich mich entscheiden müsse, und dann erzählte ich ihr davon. Am Nachmittag sagte ich es ihr, dass ich es noch einmal probieren wollte, und weil ich so ein warmes Gefühl hatte, in der Kirche, ich bekam so den Wunsch, an einem Zeugnis zu arbeiten. Nach diesem Erlebnis, tauchte dieses Wort „Ich will“, sehr oft auf, ich wollte ein Zeugnis vom Buch Mormon, und von Christus, es sagte mir niemand, du musst, sondern ich selber wollte es!

Dieses Wort, meine Geschwister, kann ein sehr wichtiges Wort sein, im Evangelium, sie entscheiden sich von Herzen, auf ihren eigenen Wunsch hin, Dinge im Evangelium zu tun, ich glaube das sich der Herr so umso mehr freuen wird, wenn sie in sich selbst sagen oder darüber nachdenken, was sie genau wollen, sie selber spüren so im Evangelium, was ihre Wünsche sind, und wenn sie so nach ihrem Herzensgefühl und Wunsch handeln, so machen sie ganz bestimmt, gute Schritte vorwärts auf ihrem Lebensweg!

Setzen sie sich doch mal für eine Weile hin, und denken sie darüber nach, was wollen sie im Evangelium tun, oder was verlangen sie selbst vom Evangelium, sie verspüren vielleicht dann ein Gefühl, was ihr Wunsch ist, und was sie wollen.

Wenn sie ein Zeugnis haben, und es ihr Wunsch zu dienen ist, an einem Tag, so können sie dem Herrn vertrauen, er wird sie ganz bestimmt, zu der richtigen Person führen, und so spüren sie wirklich eine sehr große Freude in ihrem Herzen, eine Freude, die fast nicht zu beschreiben ist, dieses Wort „ich muss“ ist im Evangelium kein gutes Wort, zumindest nicht für mich. Aber seitdem ich das Wort, „ich will“ anwende, so spüre ich, das ich auf meinem Weg weiterkomme.

 Sagen sie doch auch, was ihr Wunsch ist, im Evangelium zu tun, und vertrauen sie dem Herrn, es ist eine tolle Erfahrung, so spüren sie auch, was der Herr will von ihnen, wenn sie selbst ein Zeugnis haben, und so spüren, ich will den Willen des Herrn spüren, so ist das eine sehr schöne Erfahrung.

Ich glaube so zeigen sie dem Herrn ihre Liebe für ihn, und das macht bestimmt den Herrn auch glücklich!

 Ich habe ein Zeugnis vom Evangelium, und von Christus, es macht mich frei und glücklich, es herrscht in unserer Kirche kein Zwang, und man handelt nach seinem Herzen. Er gibt uns Gebote, die Empfehlungen sind, wenn man sich an sie hält, so geht es einem besser, und daran glaube ich sehr fest daran.

 

In diesem Sinne

Ihr
Rolf Schweizer






 


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