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Dienstag, 6. Juli 2021

Im Tal der Demut

An manchen Tagen, da erlebt man es, so ist es bei mir auf jeden Fall, da erlebt man nur permanente Demütigungen, die einem sehr treffen. Manche Menschen, sie müssen einem beweisen, was für Macht sie über dich haben, oder sie reden etwas, was einem sehr treffen kann, im innersten.

Das ist oft immer ein Problem für mich, weil das ziemlich oft passiert, und dass immer ein Prozess, der schmerzhaft ist, für einen.

Man kommt sich vor wie das allerletzte, eine Küchenschabe, hat in einem solchen Moment mehr Würde vielleicht als ich im Moment.

Ob Menschen das bewusstmachen, weil sie sich dann grösser fühlen, das kann bestimmt sein, oder vielmehr ist das eine komplette Unsicherheit die sie an einem auslassen.

Oft nach solchen Erlebnissen, da kommt nach Hause, man vergräbt sich, und man will keinen sehen, man zieht sich in sein Schneckenhaus zurück.

Aber im eigentlichen Sinne, brauche ich dann einfach Ruhe, und ich weiss dann auch was es braucht, um eben wieder hochzukommen.

Ich komme dann die Treppe, herauf, und da sehe ich ein Bild von Christus, wie er im Garten Getsemani kniet, an manchen Tagen, da schaut man es nicht so genau an, aber an solchen Tagen wie diesen, da schaue ich immer ganz besonders hin.

Gerade in den Schriften, liest man ganz deutlich, wie sie ihn doch gedemütigt haben, man hat ihn beschimpft, angespuckt und noch vieles mehr!

Es muss vermutlich ganz furchtbar gewesen sein für ihn, und auch die Leute die ihn geliebt haben, wie muss das wohl gewesen sein, für seine Mutter die er auf der Erde hatte.

Ich glaube es muss sie fast verrissen haben, als sie das gehört oder gesehen haben muss, man kann sich das gar nicht vorstellen.

Aber er trank von diesem sehr bitteren Kelch, und nur aus einem Grund, weil er uns liebt, diese Liebe ist unendlich, und geht über ein normales Menschenleben hinaus. Nur durch ihn können wieder auferstehen, und ewig leben, wenn wir uns an seine Gebote halten, und uns an ihn halten.

Das alleine ist doch ein toller Gedanke, der einem wiederaufrichten kann, wenn Menschen einem anschreien, und ihre albernen Machtspiele aufführen müssen, dann ist das doch schon peinlich.
Offensichtlich hat man so was auch noch nötig, und braucht das um sein Ego aufzupolieren, eigentlich ein Armutszeugnis, aber für mich selbst, ist das schon so normal geworden, dass ich das kaum noch registriere, und das Gefühl habe das dies ganz normal ist, wenn man mich laufend kritisiert.

Aber dieses Bild, was da bei mir an der Treppe ist, das hilft mir sehr, meine richtigen Blickwinkel, wieder zu finden, und zu spüren, dass man nicht alleine ist. Da ist auch ein zweites Bild, was genau danebensteht, da sieht man Christus mit den Kindern, und unten steht:“ Lasset die Kindlein zu mir kommen!“

Diese Aufforderung, ist eine sehr schöne Geste, die einem mit Freude auffüllt, ich frage immer ganz still und leise, in mich hinein, darf ich auch kommen? Da bekomme ich immer ein ganz warmes Gefühl, ganz tief in meinem Herzen, was mir bestätigt, dass er mir erlaubt zu kommen.

Oft hat man nach solchen Erlebnissen immer das Gefühl, er will mich doch sicher nicht, aber da täuscht man sich, genauso ein behutsames und sanftes Gefühl, was man tief in seinem Herzen fühlt, das ist es, was einem sagt, ja komm nur!

Es wäre furchtbar, wenn wir ihn nicht hätten, gerade in dieser Zeit, wo es sehr gefühllos und kalt sein kann, gerade Menschen die sensibel sind, leiden da ganz besonders stark, aber da weiss ich, das genau er mich versteht und weiss wie es mir geht! Ich glaube das er das alles genau weiss, und ich mich so noch mehr geborgen bei ihm fühlen kann, ich frage aber immer trotzdem, darf ich auch kommen zu dir?

Ich habe ein klares Zeugnis, dass Jesus Christus, der Sohn Gottes ist, und dass er das Sühnopfer für uns dargebracht hat, so, dass wir ewig leben dürfen, und durch auferstehen können.

Fragen sie ihn doch auch mal ganz sanft, darf ich auch kommen zu dir, und dann werden sie bestimmt dieses heilsame und wunderschöne Gefühl, was gar nicht von dieser Welt ist, spüren.

In diesem Sinne

Ihr

Rolf Schweizer






 

 

 


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