In der Kirche gibt es Mitglieder, die schon ihr ganzes
Leben in der Kirche sind, es gibt auch welche die später dazukamen, so wie ich!
Es war bei mir mit Dreizehn Jahre, wo ich die Kirche
kennenlernte, ich verstand vieles nicht, muss ich zugeben, ich fiel leider mit
achtzehn Jahre wieder ab.
Ich bildete mir ein, dass ich ohne die Kirche freier bin,
und quasi mehr Spass habe am Leben, wenn ich alle Regeln brach, und mir
einbildete das nichts folgen haben würde und man quasi nur für heute leben
würde.
Ich gewöhnte mir viele schlechte Angewohnheiten an, von
denen man nur wieder schwer loskommt.
Ich bemerkte sehr spät, dass ich auch nicht mehr ohne
diese Angewohnheiten konnte, und so vieles schwieriger geworden ist.
Mein innerer Frieden war plötzlich verschwunden, und
vieles wurde schwieriger, man stand wie in der Luft auf einmal.
Es dauerte viele Jahre, bis ich merkte, dass mir, die
Kirche und der Glauben fehlte.
Ich wurde älter und reifer, und merkte, dass ich
unbewusst wieder auf die Suche der Wahrheit war.
Was für ein Sinn hat das Leben, gibt es einen Gott, als
diese Dinge wollte ich einfach wissen und vieles mehr!
Durch einen Zufall kam es, dass ich hier in St.Gallen,
wieder anfing zu gehen.
Ich bemerkte plötzlich ganz stark, dass hier ein starker
Geist spürbar ist, und ein sehr starken inneren Frieden, den man auf einmal
klar verspürt.
Das war es, was mir so gefehlt hatte im Leben, gerade
wenn vieles auf der Arbeit oder in der Familie nicht immer so läuft wie es
sollte, gerade die Kirche gab mir wieder den Trost und die Kraft zurück die ich
all die Jahre vermisst habe.
Ich durfte wie sie jetzt sicher bemerkt haben, so klar
diesen Gegensatz erkennen im Leben.
Ich durfte die Kirche als etwas sehr Schönes und
haltgebendes kennenlernen, und als etwas sehr behutsames und liebevolles, was mir immer
wieder neue Kraft gibt im Leben.
Es hilft mir diese verrückte Welt zu verstehen, ich
durfte erleben wie es ist, wenn man geführt wird vom Heiligen Geist, oder wenn
man von ihm getröstet wird.
Ich bekam mit viel Geduld auch plötzlich eine perspektive
und Motivation im Leben.
Es gab in letzter Zeit viele schwere Erlebnisse, wo ich
viel Trost und Hilfe bekam, ich möchte mir gar nicht ausmalen, wie es wohl ohne
die Kirche oder die Hilfe des Herrn gewesen wäre.
Wenn ich vergleiche mit meinem Leben ohne die Kirche und
mit, so weiss ich eines klar, die Kirche ist ein fester Bestandteil in meinem
Leben geworden, der nicht mehr wegzudenken ist für mich.
Mir wurde auch bewusst, dass wir alle Kinder Gottes sind,
und eine solche Gewissheit ist für mich auch das schönste Kompliment, was ich
bekommen kann.
Ich erfahre die Kirche als etwas zwangloses, und als
etwas sehr liebevolles, wo man freie Entscheidungen trifft, und wo man gerne
dazulernt, und den Wunsch entwickelt zu dienen.
Wenn man die Nähe des Herrn spürt, so ist das etwas, was
man nie mehr missen möchte, kein Gefühl auf dieser Welt, kann einem so ein
Gefühl vermitteln.
Gerade ein Mensch wie ich weiss das sehr gut, und habe
genug Dinge erlebt, die sicher mit der Führung und Hilfe des Herrn, anders und
besser gelaufen wären, ich hätte die Kirche gerne als Kind kennengelernt.
Wenn ich an das Sühnopfer denke, so spüre ich, dass es
wahr ist, und das es etwas sehr kostbares ist,
das Sühnopfer lies mich erkennen, Christus weiss wie es
uns geht, und wie sich schwere Sachen anfühlen. Ich weiss so, dass er das alles
genau kennt, ich darf mich so geborgen fühlen, weil er das genau weiss und er unser Erlöser ist!
Ich bin sehr dankbar für das Sühnopfer, und ich möchte es
gerne noch besser verstehen und anwenden lernen.
Mir ist klar, dass ich in meinem Leben vieles falsch
gemacht habe, aber meine Entscheidung , wieder in die Kirche zu gehen, und mir
ein Zeugnis zu erarbeiten, war die beste Entscheidung, die ich getroffen habe
in meinem Leben.
Ich möchte ihnen mein Zeugnis geben, dass ich an Christus
und an das Sühnopfer mit meinem ganzen Herzen glaube, und spüre dass dies die
wahre Kirche ist. Ich bin dankbar für dieses Zeugnis, ich liebe die Kirche und
den Herrn sehr.

Ich möchte ihnen allen eine sehr gesegnete Woche wünschen
Ihr
Rolf Schweizer
