Manchmal gibt es Zeiten im Leben, da fühlen wir uns
alleine oder missverstanden, man denkt, dass man vollkommen alleine dasteht.
Man versucht alles Mögliche aber nichts scheint zu funktionieren.
Das Böse möchte uns eingeben, dass alles keinen Sinn
macht, und man vollkommen alleine sei. Man solle einfach aufgeben, und es gar
nicht mehr probieren.
Manchmal scheint dieser Gedanke verführerisch, aber wenn
man sich das alles genau überlegt, besonders wenn man beide Seiten kennt so wie
ich, dann weiss man, was man an der Kirche hat.
Ich glaube man wiegelt ab, wie war es als ich nicht zu
der Kirche ging, und wie ist es, jetzt, wenn ich zu der Kirche gehe.
Wenn wir uns bemühen, und uns klar wird, dass der Herr
jeden Tag da ist, und er uns inspiriert und hilft, so können wir dankbar
erkennen, dass er immer da ist.
Besonders früher wo man dachte, man wäre frei, da war man
vermutlich wirklich alleine und alles andere als frei, man war allem
ausgeliefert. Ein furchtbarer Gedanke wir mir heute scheint, aber mir ist klar,
dass das alles vergangen ist. Und die Kirche und das Evangelium nun ein Teil
des Lebens geworden ist, ohne den man auch gar nicht sein möchte, und man
vorwärts gehen kann und es jetzt besser machen kann, und das vergangene ruhen
lassen kann.
Es gibt sicher auch Dinge die man missversteht in der
Kirche, oder im Tempel, aber es wird immer klar gesagt, dass man immer wieder
gehen kann, und dass man trotzdem alles Schritt für Schritt lernen kann.
Vielleicht neigen wir zu glauben, wenn wir im Tempel
gewesen sind, und alles gesehen haben, dass wir ab jetzt alles können müssen und bei einem Fehltritt alles vorbei ist. Ein Gedanke der einem vollkommen verrückt macht,
muss ich zugeben, aber so ist es nicht. Auch da verlangt der Vater im Himmel von
uns, dass wir die richtige Richtung erkennen, und darauf weitergehen. Wir
können auch da Schritt für Schritt lernen, und nicht wie ich dachte früher,
dass bei jedem Fehltritt, gleich das Höllenloch zuwinkt. Bei solchen Gedanken
ist es gut, wenn wir uns über das Sühnopfer Gedanken machen, er nahm alles auf
sich, so dass wir wieder zum Vater im Himmel zurückkehren können.
Wenn er sieht, dass noch nicht alles klappt, so hilft er
uns trotzdem weiter, wenn wir uns gebetsvoll bemühen, und so wird uns auch der
Vater im Himmel jeden Tag die Gelegenheit geben, es zu versuchen.
Der Vater im Himmel gab uns sehr viele Hilfsmittel auf
der Erde, die uns helfen, dass wir den Weg nicht verlieren. Das Priestertum,
das Sühnopfer, der Heilige Geist, das Buch Mormon, die Gemeinde usw.
All diese Dinge helfen uns auf unserem Erdenleben, dass
wir die richtige Richtung nicht verlieren. Gerade ich habe oft Schwierigkeiten
gehabt, oder habe sie noch, dass man gleich am Anfang alles können möchte, und
wenn etwas schiefläuft, dann gibt man gleich auf. Aber diese Schwachheiten kann
ich gut bewältigen, indem ich die Gespräche suche, und auch andere mich an
ihren Erfahrungen teilhaben lassen.
So sehe ich das andere auch sich mit Gewissen Dingen
Probleme gehabt haben, aber wenn man sich nur jeden Tag bemüht, es gut machen
zu wollen, so kann ich nur bestätigen, dass alles gut wird.
Jeden Tag kann der Herr uns segnen, wenn wir es bemerken,
und vor allem wenn wir ihm dankbar sind und ihm danke sagen, so können wir ganz
stark seine grosse Liebe spüren. Hören sie nicht auf das Böse, was uns auch ein
Gefühl der Sinnlosigkeit geben möchte, er möchte nur, dass wir kurz vor dem
Ziel aufgeben. In der heutigen Zeit ist das Evangelium ein grosser Segen,
gerade in der heutigen Zeit, wo viele Gefahren lauern, kann der Herr uns
beschützen und führen, wenn wir es nur wollen.
Auch wenn es nicht immer so kommt, wie wir es wollen, der
Herr weiss was wir bedürfen, und auch weiss er, was wir hier auf der Erde tun und erfüllen
müssen. Ein beruhigender Gedanke ehrlich gesagt, zu wissen, dass jemand da ist,
der diese Gewissheit hat, und das man so nicht scheitern kann.
Nichts kann so traurig sein, und einem unglücklich
machen, wenn man diese ganze Perspektive nicht hat, und nur in den Tag
hineinlebt. Besonders am Ende des Erdenlebens, denken viele das nun alles
vorbei ist, und alles keinen Sinn mehr macht. Aber genau da ist der Glaube ein
grosses Licht, wir können uns vorbereiten, an einem anderen Ort zu sein, und
das wir wieder beim Vater im Himmel sein können. Als jugendlicher hörte ich
eine Äusserung in einem Lied, „Ich schlafe wenn ich Tod bin“.
Nicht gerade motivierend muss ich zugeben, ein trostloser
Gedanke, wenn wir nur auf die Erde gekommen wären, um nur Party zu machen, und
wenn alles vorbei ist, dann knipst einer einfach das Licht aus. Ich bin
dankbar, dass ich dank der Kirche eine grosse Motivation haben darf, und auch
die Gewissheit zu haben, dass uns der Vater im Himmel so sehr liebt, dass er so
seinen Sohn für uns hingab. Ich durfte oft spüren, in schwierigen Situationen,
dass er da war und ist, und er mich geführt hatte.
Etwas was ich mir einfach immer sagen muss ist, ich habe
nun die richtige Richtung, ich bleibe in dieser Richtung, weil sie mich einfach
Glücklich macht. Und das möchte ich ihnen klar bezeugen, wenn man sich versucht
an die Gebote zu halten, und man versteht wofür sie stehen, dann fängt man an
diese Sache sehr zu lieben und zu schätzen. Wie Alma schon sagte, „Schlecht zu
sein, hat noch nie jemanden glücklich gemacht.“
Versuchen sie doch auch in der richtigen Richtung zu
bleiben, sie werden sehen, es wird sie glücklich machen, ein Glück und eine
Freude die uns in das Herz und Seele dringt. Ich bezeuge ihnen das ganz klar.




