Manchmal
scheint uns das Leben endlos, man denkt man hat unglaublich viel Zeit. Es
erscheint einem sogar zu lange, oder man weiss gar nicht wohin es gehen soll.
Jeden Tag wo
wir aufstehen, scheinen wir vielleicht irgendwelche Belanglosigkeiten
hinterherzurennen, man fragt sich nach all dem einfach nach dem Sinn. Oder wir
regen uns auf über Dinge die am Ende vielleicht doch nicht so schlimm waren,
wie wir geglaubt haben. Oder waren es auch Machtspiele die uns den Frieden
geraubt haben, manchmal sind es Nichtigkeiten, die uns manchmal schon aus der
Bahn bringen können. Man neigt zu glauben, dass man Machtlos dagegen ist, und
man keine Hilfe hat. Man fühlt sich wie in einem Hamsterrad, man hat das
Gefühl, wen man älter wird, das man bald nicht mehr in diesem Rad bestehen
kann.
Es dreht
sich, und wir müssen wenn wir bestehen wollen, uns unweigerlich mit dazu
bewegen.
Man hat auch
Angst, dass man nicht mehr schnell genug ist, in diesem Rad sich zu bewegen.
Man stellt
sich auch vor, was man hinterlassen würde im Leben, wenn man dann sterben
würde. Ein leeres nichts, oder Dinge die anderen etwas gebracht haben, wurde
man gemocht, oder war man nur ein nichts?
Unser Kopf
wird nicht müde, im Alltag, über solche Dinge nachzudenken, was macht Sinn, und
was nicht.
Gerade wenn
es Belanglosigkeiten sind, die einem vielleicht gerade als wichtig erscheinen,
aber dann abends begreift man gar nicht mehr, was daran so wichtig war.
Dann hoffen
wir vielleicht, auf etwas anderes, oder etwas was wir nicht kennen, etwas
unerwartetes, was einem Abwechslung bringt in den Alltag.
Es scheint
manchmal im Alltag, als ob wir vielleicht sogar den Faden verloren haben, und
nicht wissen, was unser Lebenszweck ist, oder aus welchem Grund wir hier sind.
Der Herr gab
uns Gewissheit, was dieser Zweck ist, und was wir tun müssen.
Es kann
einfach passieren, dass wir auf unserem Weg hungrig sind, oder müde werden, wir
versuchen uns an der eisernen Stange festzuhalten, aber der Nebel ist so stark,
denkt man.
Man läuft
Gefahr in eine falsche Richtung gehen zu wollen, aber der Herr stattete uns
auch mit dem heiligen Geist aus, der uns so auch im Alltag wichtige Dinge wie
in den Schriften lesen zum Beispiel eingeben kann.
Gerade diese
Ruhe und diese wunderbare Kraft, die aus den Schriften strömen können, können
uns so wieder neue Kraft und Halt geben, wenn wir es nur wollen. Wenn wir im
neuen Testament lesen, erkennen wir, dass Christus immer wusste, was sein
Lebenszweck ist, und was er zu tun hatte. Das mag einem vielleicht tausend
Jahre weg erscheinen, oder eben alte Geschichte, aber wenn wir gebetsvoll
darüber nachdenken, was unser Erlöser getan hat, so können wir spüren, wenn
plötzlich ein wunderbarer Frieden unser Herz durchdringt, dieser Frieden, scheint
alles belanglose verdrängen zu können. Man spürt die Liebe des Herrn, und man
erkennt, wohin der Weg führt, und das der Herr möchte, dass wir es ihm
gleichtun sollen, und er uns das Beispiel dazu gegeben hat. Die Schriften haben
also so auf diese Weise, diese Nebel verdrängt, Nebel die uns vorhin noch so
dick und undurchdringlich vorkamen. Die Liebe des Herrn verdrängt alles
Negative, oder auch belanglose.
Wenn wir im
Buch Mormon lesen, und den ersten Nephi lesen, wo der Engel ihm den Baum mit
den weissen Früchten gezeigt hatte, so kommt es einem vor, als ob man selbst davor
stünde, und sich entscheiden muss, nehme ich davon, oder nehme ich wie Laman
und Lemuel nicht davon.
Wenn wir
aber davon nehmen, und dann erkennen, wie süss diese Frucht ist, und wie gut es
ist, da erkennt man wieder den Weg, und fasst neuen Mut. So erkennen wir den
grossen Wert, und die Macht, die die Schriften haben, und was von ihnen
ausströmt.
Man weiss,
dass neben diesem Baum ein weisses Gebäude ist, wo man verspottet wird, aber
wenn wir nicht darauf hören, und uns eben auf das richtige Ziel konzentrieren,
so kann uns gar nichts passieren.
Wenn wir uns
Zeit nehmen im Alltag, so ist das sehr wichtig, das wir absolute Ruhe haben
wenn wir in den Schriften lesen, so können wir diese Qualität erst richtig
erfassen, und spüren, wie diese Macht alles böse verdrängen kann.
Das Böse
möchte das wir uns mit Banalitäten die Zeit stehlen, und diesen Sachen keine
Zeit einräumen, aber wenn wir genau da uns Zeit nehmen, so fühlen wir, wie gut es
einem tut, und wie schlimm es wäre, wenn wir all das nicht hätten. Wir erkennen
dann auch wie schlimm es wäre, wenn es keinen Christus geben würde, und wir
dann in diesem Meer von Hoffnungslosigkeit versinken würden.
Ich bin
wirklich sehr von Herzen dankbar, was der Herr für uns getan hat, und immer
neues tut. Ich bin auch dankbar, für die Schriften, die uns jeden Tag, die
richtige Richtung weisen, um an dem Ziel anzukommen. Wenn der Glaube und das
Evangelium ein richtiges Licht im Alltag sind, so bin ich dankbar für dieses
Licht, was ich viel zu lange nicht hatte.
In
diesem Sinne
Rolf Schweizer





