Dies ist keine offizielle Seite der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.

Sonntag, 30. September 2018

Sind die anderen besser als ich?


Ich glaube diese Frage haben wir uns sicher alle schon einmal gestellt in der Kirche oder in anderen Bereichen. Wir denken oft, dass andere besonders in der Kirche besser sind, ihnen gelingt immer alles, sie können gleich alles auf Anhieb, sie sind in all ihren Dingen immer erfolgreich.
Man fragt sich oft, warum gelingen mir diese Dinge nicht, und weshalb muss ich für ein paar kleine Erfolge so hart arbeiten. Anderen fällt alles viel leichter von der Hand, und sie leben alle in glücklichen Familien, wo alle der Kirche angehören, oder sie sind alle erfolgreich in ihren Berufen, und sie waren alle gut in der Schule.
Solche Gedanken können einem oft sehr frustrieren, und man fühlt sich traurig, warum man den nicht auch mal so sein könnte.
Solche Gedanken, haben mich auch oft selber belastet, vor allem wenn ich ganze Familien gesehen habe in der Kirche, die alle gemeinsam in die Kirche gehen können.
Wobei bei mir nicht alle in der Familie bekehrt sind, und wir nicht gemeinsam in die Kirche gehen können.
Aber mit dieser Blickweise verliert man dabei den Blick auf das wesentliche, man kommt vom richtigen Weg ab, und sieht seine eigenen Erfolge nicht mehr.
Wenn wir uns auf selbst konzentrieren, so erkennen sie bestimmt Dinge, die sie erfolgreich gemeistert haben. Und auf diesem Wege erkennen sie, dass andere auch ihre Probleme haben, und oft mit Dingen zu kämpfen haben, die wir oft nicht glauben.
Am Sonntag geht es ja nicht vordergründig darum, unsere Perfektheit zur Schau zu stellen. Jemand meinte in einer Ansprache, wir wären alle kaputte Autos, die eben am Sonntag in die Reparatur müssten.
Wir alle haben Fehler an denen wir arbeiten müssen, es hilft uns aber nicht, wenn wir uns an anderen orientieren, und das Gefühl haben, versagt zu haben.
Ich habe oft den Eindruck, dass ich nur aus Fehlern bestehe, oder in meinem Leben alles falsch gemacht habe. Aber da fehlt mir oft die Blickweise, was meine Aufgabe ist, und was ich schon erreichen durfte, mit der Hilfe des Herrn.
Am Anfang in der Kirche, fand ich mich selbst so peinlich, dass ich oft dort hinsass, wo ich hoffte, dass mich keiner sieht.
Aber solche Denkmuster, haben mir nicht viel geholfen, und auch daran muss ich sehr stark arbeiten. Wenn ich aber nachdenke, was aber gut gelaufen ist, und ich erreicht habe, so macht mich das wieder glücklich, ohne damit angeben zu wollen.
Gerade in der Kirche, wo wir eine liebevolle Gemeinschaft sind, und wir nicht aufeinander herabschauen, sondern einfach da sind füreinander, so können wir doch sicher erleichtert sein, dorthin gehen zu können, und voneinander zu lernen.
Viele Menschen besitzen wunderbare Talente, die uns oft helfen können, in unserem Leben.
Aber fragen sie sich nicht, warum sie nicht wie die anderen sein können, versuchen sie sich vorzustellen, was sie in ihrem Vorirdischen Leben vorgenommen haben.
Ich glaube das kann ihnen helfen, diese Dinge abzulegen, auch wenn nicht immer alles gelingt, so gibt es bestimmt einige Sachen, die sie ganz sicher gut gemacht haben, und der Vater im Himmel sich sehr gefreut hat, dass sie dies so gemacht haben, oder sich so entschieden haben.
Er verlangt auch, dass wir uns selbst lieben sollen, ein Punkt indem ich noch sehr viel Mühe habe, wie ich zugeben muss. Ich selbst bin oft vernichtend mir selbst gegenüber, und denke eben oft, dass ich alles falsch mache.
Aber in einem Lied, was ich sehr mag, heisst es“ With a Little Love, you will Survive“. In Deutsch heisst es, „mit ein bisschen Liebe, wirst du überleben“. Und dieses Prinzip hat mir immer geholfen, weiterzumachen.  Auch wenn ich sicher viele falsche Entscheidungen getroffen habe im Leben, wenn ich mich  jeden Tag zum Herrn bekenne und Entscheide, so kann das gar nicht falsch sein.
Wenn wir uns gemäss unserem Talent dazu entscheiden, den Weg mit Christus zu gehen, so kann das nie etwas falsches sein. Wenn sogar Propheten und Apostel sich bekennen Mühe zu haben mit gewissen Dingen, so spüre ich dass ich am richtigen Ort bin. Unser verstorbener Prophet habe oft im Primarverein, sich unmöglich benommen, er lernte aber dann mitzumachen im Unterricht.
Das beste Beispiel ist doch sicher Joseph Smith, der ein einfacher Bauernjunge war, und eine durchschnittliche Schulbildung hatte, und trotzdem die Kirche wiederhergestellt hatte.
So sehen wir doch, dass wir alle nicht perfekt sind, und uns mit unseren Schwierigkeiten an Christus wenden können. Er selber war perfekt, und gab uns jede Menge Beispiele, und Hilfen, die uns eben helfen auf dem Weg an der eisernen Stange zu bleiben!
Wir können immer viel erreichen mit seiner Hilfe!
Entscheiden sie sich auch trotz ihren Fehlern, mit Christus zu gehen, ich gebe ihnen mein Zeugnis, wenn sie versuchen seine Gebote zu halten, dann werden sie einen wunderbaren inneren Frieden spüren, denn man mit weltlichen Dingen nicht spüren kann. Er verlangt nicht von ihnen, dass sie alles auf einmal können müssen, und wenn sie es nicht können, dann wartet schon die Hölle auf uns.
Jeder bekommt die Zeit die er braucht, um die Dinge zu erreichen, der Erretter hat eine göttliche Geduld mit uns, und fordert uns auf, jeden Tag unser Bestes zu geben!
In der Kirche sind wir immer füreinander da, und das kann uns freuen, wenn wir ein Teil davon sein können, wenn wir ihm alle gemeinsam nachfolgen, und der Heilige Geist, uns führen wird, dann kann es gar nicht schiefgehen!

In diesem Sinne
ihr
Rolf Schweizer






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