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Sonntag, 26. Mai 2019

Stille Helden


Das Kino präsentiert uns jeden Tag sogenannte Helden, sie tragen irgendwelche zu enge Kostüme, sie springen von Hochhäusern und tun unglaubliches. Das sollen dann echte Helden sein, wir glauben dann auch, dass Heldentum nur aus solchen Dingen besteht. Es ist etwas unerreichbares, etwas was man sowieso nicht tun kann, als Otto Normalverbraucher, denkt man!
Aber auch im Alltag gibt es Leute die ihr Heldentum jedem zur Schau stellen, sie lassen einem glauben, dass sie so gut sind, dass es schon fast unglaublich ist.
Man kommt sich selbst vor wie ein kleiner Wurm, jemand der es sowieso nie zu etwas bringt.
Aber ich glaube nicht, dass wir immer so weit gehen müssen, oder dass wir es nötig haben, uns selbst so zu erniedrigen.
Gerade in der Bibel lesen wir doch von den Pharisäern, Christus kritisierte sie, dass sie ihr Heiligtum jedem zur Schau stellen, um gut vor den Leuten zu sein.
Aber Christus sagt, dass sie jedem ihr sauberes Gefäss zeigen, aber innen drin ist es ganz schmutzig.
Ein Gleichnis was mir selber immer viel hilft, nicht aufzugeben, ich kann sicher nicht von Hochhäusern springen, im Kino ist alles möglich.
Aber braucht es denn immer so viel, um ein sogenannter Held zu sein? Ich denke nicht, oder muss es die ganze Welt wissen, auch das braucht es nicht. Ich glaube der Herr sieht in unsere Herzen, und weiss genau wer wir sind, wir müssen aus uns nicht etwas machen was wir nicht sind.
Ich glaube eher dass wir an uns arbeiten sollen, und das Beispiel von Christus anwenden, er forderte die Frau am Brunnen auf, von seinem Wasser zu trinken, so dass man nie wieder Durst haben muss.
Dieses Wasser ist für mich auch wie ein Licht, was mir den Weg im Dunkeln zeigt, es zeigt mir wieder die Richtung wohin ich gehen muss. Ich habe aus Erfahrungen gelernt, und wenn ich den Leuten vergebe, was mir zugegeben nicht leicht fällt, dann vergibt mir der Herr auch.
Aber lassen wir es zu und trinken von diesem Wasser, es gibt uns Hoffnung, und ein Ziel.
Wir müssen uns nicht in peinliche und zu enge Kostüme zwängen, um ein Held zu sein, einer der im Scheinwerferlicht glänzt.
Manchmal gibt es Helden im Tag, die merken noch nicht mal, dass sie einer sind. Manchmal braucht es gar nicht viel, manchmal sogar nur ein nettes Wort, oder einfach einen kleinen Gefallen. Genau solche Dinge tun uns einfach gut, und sie zeigen Wirkung, solche Leute die ohne es zu merken echte Helden sind. Sie folgen dem Instinkt ihres Herzens, und nicht um angehimmelt zu werden, sie denken auch nicht darüber nach, ob sie jetzt Helden sind.
Aber ich bin froh, solchen Leuten begegnet zu sein, es braucht nicht viel, manchmal fühlt man sich nur noch müde. Man will am Morgen gar nicht mehr aufstehen, wozu? Um sich all diese schweren Dinge anzutun? Und dann was soll das alles, aber am Ende würde ich genau solche Helden, die eigentlich Helden sind, verpassen!
Ich bin hier um von solchen Leuten zu lernen, und auch lerne ich, dass der Herr durchaus uns Ruhe geben will im Leben, wir dürfen uns zurückziehen, und im Geiste nachsinnen, was uns wichtig ist und wir dürfen auch im stillen lernen!
Man muss auch sich nicht wie das letzte vorkommen, alles hat seine Berechtigung.
In der Ruhe liegt die Kraft, und oft gibt uns der Herr die Gelegenheit, zu helfen, und einfach der Eingebung des Herzen zu folgen. Er braucht uns als Werkzeug, das ist für mich ein grosser Liebesbeweis, der tief in meinem Herzen sich entfaltet, und mir wieder Freude gibt.
Wenn wir ihm nicht wichtig wären, dann würde er so etwas gar nicht machen, wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht, und wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt, heisst es in der Bibel.
Diese Erniedrigung hielt mich oft davon ab, das richtige zu tun, ich fand, das ich selber einfach zu peinlich bin, und das die Leute das von mir gar nicht wollen, oder habe ich am Ende wieder auf das Böse gehört? Das kann sein, aber dank Christus kann ich lernen, immer wenn ich von ihm lese, dann spüre ich diesen Frieden in meinem Herz, ein Gefühl was all die Angst und schlechten Gefühle verdrängen kann. Und das allein bestätigt mir einfach das er der Christus ist, ein lebendiger Christus, und nicht wie ich früher dachte, einfach eine Geschichtsfigur. Ich war einfach noch zu unreif, es zu verstehen, um was es wirklich geht.
Aber wir können ihm nachfolgen, indem wir es einfach probieren auf ihn zu hören, und vor allem sich vom Geist führen zu lassen. Lassen sie sich einfach führen, und schauen sie was dann passiert, sie werden es nicht bereuen.
Wer braucht schon Helden die von Dächern springen, wenn es doch mitten unter uns Helden gibt, die uns nur schon mit einer freundlichen Begrüssung, Licht geben können.
Es braucht gar nicht viel, um jemand Licht zu geben, aber vor allem wenn man selber im Dunkeln ist.
Dann vertraue ich dem Herrn, dass er jemand schickt, der mir wieder Licht gibt, und auch das ich von diesem Wasser nehme, wo Christus davon gesprochen hat.
Ich bin ein grosser Kinogänger, aber ich weiss immer was Film und was Realität ist, es sind oft stille Menschen im Alltag, die grosses bewirken können, und die dann echte Helden sind. Ich begegne oft solchen Leuten, und ich bin wirklich dankbar dafür. Sie müssen sich nicht anziehen wie eine Fledermaus, folgen sie nur einfach der Eingebung ihres Herzens, dann werden sie die echte Freude sehen und erleben.
Ich gebe ihnen mein Zeugnis, dass dies wirklich das wahre Evangelium Christi ist, und das wir hier in dieser letzten Zeit, auf das 2te kommen Christi warten.
Halten wir Ausschau nach ihm, und machen seine Wege gerade.

In diesem Sinne
Ihr
Rolf Schweizer






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