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Sonntag, 16. Februar 2020

Die Herde Gottes


Es gibt oft Tage, da bin ich unterwegs, und bin absolut freudlos, und unfähig, Freude zu spüren, alles scheint eine Belastung für mich zu sein.
Das Gefühl, man ist alleine am Ende mit seinen Gefühlen, mit seinen Ängsten, mit allem was einem belastet. Man bildet sich ein, dass der Herr einem so quälen will, bis ans Ende seines Lebens, dies erfüllt mich mit grosser Angst und Hoffnungslosigkeit.
Man liest in den Schriften, und es kommt einem manchmal alles wie leere Phrasen vor.
Es sind aber am Ende oft kleine Dinge die etwas bewegen können, oft passiert es mir, dass ich in Gespräche verwickelt werde, oder Personen mir ein kleines lächeln schenken.
Dies passierte mir, als ich bei der Gemeinde an der Türe stand, und die Todesanzeigen las, da kam ein älterer Mann, der da auch las, und wir beide stockten, als wir ein Namen lasen, den wir beide kannten.
Ich sprach ihn an, und fragte ob es denn dieser Mann sei, denn ich kannte, er sagte ja. Er meinte darauf hin, dass wir uns im Leben immer freuen sollten, und uns nicht über alles so aufregen sollten, wie wir es oft tun würden. Ich war fasziniert von dieser Aussage, und ging wieder mit viel Mut meinen Weg.
Später als ich in meiner freien Zeit, in einem Second Laden stand, und da dachte ich im ersten Moment, das es mir sehr schlecht geht, aber das eine Person die ich betreue, mir immer ein grosses Licht ist, und mir viel Freude macht. Es erfüllte mich mit einer unglaublichen Liebe, und Freude, als ich daran dachte. Ich hoffte dass es noch ganz viele Augenblicke geben sollte, die wir gemeinsam erleben dürfen. Auch wenn es schwere Momente sind, aber gemeinsam ist man stark.
Ich fühlte eine solche grosse Liebe, sie erfüllte meinen ganzen Körper, kein böser Geist, hatte das Recht mich zu belästigen in diesem Moment!
Da klingelte auch das Telefon, und genau diese Person war am Apparat, es war wie ein kleines Wunder und eine Antwort von Gott, dass ich nicht alleine bin.
Wir verbrachten später den Tag, und es ging uns beiden sehr gut, bei unser beider Betreuung.
Man denkt es gäbe keine Hoffnung oder Freude mehr, man glaubt, alles hat es auf einem abgesehen, man fühlt sich psychisch absolut unglücklich, aber es braucht oft nicht viel. Ich bin dankbar, dass es die Betreuung gibt, aber auch noch andere Dinge, früher habe ich oft eingekauft bis meine Brieftasche leer war, weil ich dachte es macht mich glücklich, machte es aber nicht.
Am nächsten Tag, was ein Sonntag war, da stand ich etwas verloren vor der Kirche, und es ging mir nicht gut, ich fühlte meine Nerven, spielten komplett verrückt!
Ich sah, dass einige Mitglieder kamen, und mich freudig begrüssten, und mir das Gefühl gaben, dass ich dazu gehöre, und dass ich nicht alleine bin, mit meinem Kummer.
Wenn ich an mein Bild im Schlafzimmer denke, so erfüllt es mich mit Freude, und ich bin froh, wenn ich auf diesem Bild Christus sehe, wo er in einer Schafherde sitzt, und er ein kleines und hilfloses Schaf auf den Arm nimmt.
Wenn ich an unsere Gemeinde denke und an dieses Bild, so erfüllt es mich mit Hoffnung und Freude, ich spüre das ich nicht alleine bin, mit meinem Kummer. In meiner Vergangenheit wurde mir sehr oft bewusst sehr weh getan, ich konnte den Leuten teilweise vergeben, was nicht leicht ist, aber man hat das Gefühl, wenn man an der Arbeitsstelle genötigt wurde sexuell, dann fragte ich mich oft, ist das der Wille des Herrn, dass man mich in einer solchen Art und Weise prüft? Dieser Gedanke veranlasste mich fast, die Kirche zu verlassen, aber ich spüre, wenn ich in die Gemeinde komme, meine Freunde und meinen Betreuer sehe, das dem nicht so ist, und das man nicht alleine ist damit. Das ist ein sehr gutes Gefühl, und lässt mich wieder hoffen im Leben, es lässt mich hoffen, dass ich einmal ein Leben mit Freude führen kann, und dass ich nicht leiden muss. Ich erkenne, dass es nicht der Wille des Herrn ist, dass Menschen so leiden oder geprüft werden!
Ich erkenne in solchen Augenblicken, das genau die Liebe des Herrn, einem so helfen kann im Leben, es lässt mich wieder hoffen, auf Ruhe und Friede und Freude am Leben, und ihr alle seid alle ein Teil davon, was mich wieder Freude spüren lässt.
Ich bin dankbar, dass der Herr mich mit guten Eltern und Freunden gesegnet hat, und das ich einmal mit Freude auf einen Tag und in die Zukunft blicken darf!
Die Erste Vision, lässt mich auch hoffen, ich bin ein Bauernkind, wir haben zwar nie aktiv unserem Hof betrieben als ich Kind war, mein Vater in seiner Jugend aber schon, aber bei unserem Pächter durfte ich viel mit Freude helfen. Dieser sagte einmal zu mir, „ Du bist ein Bauernkind, vergiss das niemals“!
Ich werde das auch nie, ich bin sehr dankbar dafür, ich spüre das ich nicht alleine bin, und das gibt mir neue Kraft, ich glaube jetzt hier und heute, dass es einen Vater im Himmel gibt, und das er seinen Sohn hingegeben hat für uns!



In diesem Sinne
Ihr
Rolf Schweizer








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