Sie kennen das sicher auch in ihrem
Leben, oder es ist ihnen sicher auch schon passiert, man fühlt sich, nach einer
strengen Zeit, ausgebrannt und müde. Jeder Schritt und alles ist einem Zuviel,
alleine der Gedanke daran, macht einem schon verrückt. Man würde sich am
liebsten die Decke über den Kopf ziehen, aber das Leben verlangt einem alles
ab?
Bei mir selbst, ist eigentlich nicht die
Herausforderung selbst das Problem, sondern was mir immer Kopfschmerzen macht
ist das danach.
Gerade nach einer sehr stressigen Zeit
im November und Dezember, wo man nur in der Firma steht, und auch sonst genug
passiert ist im letzten Jahr, was sehr schwer war und einem Müde gemacht hat.
Man sagt sich, ich habe genug, das Leben
nervt mich sehr, ich habe keine Lust mehr darauf.
So jedenfalls geht es mir, alles scheint
einem auf die Nerven zu gehen, und schwer zu fallen, ich suche die absolute
Ruhe, die mir wieder Kraft geben kann.
Man stellt sich selbst die wichtige
Frage, „Liebt mich der Herr auch, wenn ich müde bin?“ Und ich glaube es wagen
zu können, und zu sagen, dass er einem doch liebt. Ich muss ihn um vieles
bitten, einfache Dinge, die anderen vielleicht lächerlich erscheinen.
Aber der Herr zeigt einem seine Liebe
besonders, wenn man anderen Menschen dient, und ihnen eine Hilfe ist, so wie es
dann auf eine schöne Weise passiert, dass einem selbst dann geholfen wird.
Ich glaube durch dieses dienen, erkenne
ich, dass das Leben doch Freude macht, manchmal spürt man im Leben doch eben
dieses geräumige Gebäude das in der Luft steht, und das einem das doch manchmal
sehr auf die Nerven geht. Aber wenn man trotz schwäche versucht an der Stange
festzuhalten, dann spürt man in seinem inneren die Liebe Gottes, die einem zu
sagen scheint, ich bin immer bei dir! Der Herr liebt uns trotz unserer
Schwächen und unsere Müdigkeit, auch wenn einem das Leben sehr auf die Nerven
geht, und man doch eigentlich lieber seine Ruhe will.
Gerade wenn man weitergeht, auf diesem
schmalen Weg, und man vielleicht eine Hilfe dabei hat, die eiserne Stange, dies
können Freunde sein, und das Wort Gottes, aber diese Dinge zeigen einem wieder,
das man auf dem Weg ist.
Auch wenn es Momente gibt, wo die Nerven
verrücktspielen, und man vielleicht nur einen Vers lesen kann am Tag, einfach
der Moment, wenn man nur sehr wenig verträgt. Aber das was man liest bewusst
aufnimmt, wieder wie eine Art Nahrung, die einem wieder die richtige Richtung
zeigt.
Die ganzen Streitereien die auf der Erde
herrschen, die ganzen Ansichten, die einem aufgezwungen werden, oder bestimmte
Technologien, die ich aus Überzeugung nicht mitmache, da kann es eben
passieren, das einem diese sehr auf die Nerven gehen, und man einfach nur noch
die Ruhe sucht!
Ich war noch nie jemand, der Dinge getan
hat, nur weil sie Mode sind, oder weil die Welt sagt, man müsse sie tun,
sondern, ich habe immer aus innerer Überzeugung gehandelt, so wie ich es für
richtig hielt, und ich glaube das es doch um das geht um Leben. Dass man eben
nicht auf die Welt hört, sondern sich leiten lässt, von seinem inneren, wo der Heilige
Geist wohnt, und einem anweist, und hilft.
Ich habe immer grosse Angst, dass der
Herr einem sofort stehen lässt, wenn man keine Kraft mehr hat, und nicht mehr
kann. Man fragt immer wieder nach in seinem Kopf, ob er noch da ist, und immer
wieder spüre ich dieses ruhige gute Gefühl, dass einem sagt, dass er da ist.
Mir selbst hilft es immer, wenn ich aufblicke,
und den Herrn frage, siehst du mich? Hörst du mich? liebst du mich?
Und wenn man dann ein gutes Gefühl im
Herzen bekommt, dann weiss ich dass er mich sieht, liebt und gehört hat. Und
vor allem das er mir beisteht, und mir wieder neue Kraft gibt auf dem Weg.
Wenn ich dann nicht auf dieses geräumige
Gebäude schaue, sondern daran denke, und versuche Hoffnung zu haben, auf ein
ewiges Leben, wo kein Dauerstress und Zankereien, und Materialismus herrschen.
Ein Ort das keine Tränen kennt, so habe
ich mal einen Satz gehört, wenn ich an das ewige Leben denke, und meinen Blick
darauf richte.
Ich sehe dann, wenn ich mich umschaue,
dass manche Dinge nicht mehr passen, und dass andere Sachen wichtiger sind im
Moment, und dass man alles tun muss, um es zu verbessern.
Oft ist es wichtig, wenn man ein Tief
hat, besonders im Frühjahr, dass man sich nicht gehen lässt, und sich zu Hause
vergräbt, sondern, dass man rausgeht, sich etwas gönnt, schwimmen geht, oder
sich mit Freunden unterhält. So das man erkennt, dass das Leben nicht nur aus
Arbeiten, Stress und Ärger haben besteht, sondern das es auch noch etwas anderes
gibt.
Das wichtigste was ich aus dem
Evangelium kenne ist, dass ich weiss dass sich auch Christus sich zurückgezogen
hat, um nachzudenken, oder vielleicht einfach seine Ruhe zu haben. Gerade wenn
viele Menschen ihn bedrängt haben, und er ihnen gerne geholfen hat, so musste
er doch sicher auch neue Kraft schöpfen um neues entstehen zu lassen.
Und dann spüre ich das ich auch dieses
Recht auf Ruhe und Frieden haben darf, und nicht das Gefühl haben muss, dass
der Herr mich sofort stehen lässt, wenn ich schwach und müde bin, und das
Gefühl habe, dass einem alles schwer fällt. Ich glaube gerade dann, hilft einem
das Beispiel von Lehis Traum, der Baum der die Liebe Gottes darstellt. Und ich
weiss, dass ich sie auch schon viele Male spüren durfte, so erkenne ich immer
an diesem Beispiel, wo stehe ich, wo will ich hin. Auch wenn Körper und Geist
müde sind, erkenne ich, dass ich immer versuchen werde, auf diesem Weg zu
bleiben, und zu versuchen weiterzugehen.
Denken sie immer an diesen Traum von
Lehi, und denken sie daran wo sie stehen im Moment.
Vielleicht hilft es einem wenn man auch
wie Joseph Smith in den Wald und dort einmal die Entstehungs Geschichte liest,
ich habe dies getan, und spürte sofort den wertvollen inneren Frieden und die
Ruhe, die ich so dringend nötig habe.
Halten sie sich an der Stange fest, und
hören sie nicht auf die Leute aus dem geräumigen Gebäude, denken sie an den
schmutzigen Fluss, und dann an das ewige Leben.
Diese Dinge helfen ihnen, auf dem Weg zu
bleiben, und auf diesem Weg, werden ihnen Leute begegnen, die ihnen helfen
werden, und sie das Gefühl haben nicht alleine zu sein. Wenn sie dieses Bild
anschauen, wo Christus von Schafen umgeben ist, dass beschreibt es am besten
für mich, wenn man ihn um Hilfe bittet, und in der Herde bleibt.
In
diesem Sinne,
ihr
Rolf Schweizer
Rolf Schweizer




