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Montag, 3. Februar 2020

Liebt der Herr mich auch, wenn ich müde bin?


Sie kennen das sicher auch in ihrem Leben, oder es ist ihnen sicher auch schon passiert, man fühlt sich, nach einer strengen Zeit, ausgebrannt und müde. Jeder Schritt und alles ist einem Zuviel, alleine der Gedanke daran, macht einem schon verrückt. Man würde sich am liebsten die Decke über den Kopf ziehen, aber das Leben verlangt einem alles ab?
Bei mir selbst, ist eigentlich nicht die Herausforderung selbst das Problem, sondern was mir immer Kopfschmerzen macht ist das danach.
Gerade nach einer sehr stressigen Zeit im November und Dezember, wo man nur in der Firma steht, und auch sonst genug passiert ist im letzten Jahr, was sehr schwer war und einem Müde gemacht hat.
Man sagt sich, ich habe genug, das Leben nervt mich sehr, ich habe keine Lust mehr darauf.
So jedenfalls geht es mir, alles scheint einem auf die Nerven zu gehen, und schwer zu fallen, ich suche die absolute Ruhe, die mir wieder Kraft geben kann.
Man stellt sich selbst die wichtige Frage, „Liebt mich der Herr auch, wenn ich müde bin?“ Und ich glaube es wagen zu können, und zu sagen, dass er einem doch liebt. Ich muss ihn um vieles bitten, einfache Dinge, die anderen vielleicht lächerlich erscheinen.
Aber der Herr zeigt einem seine Liebe besonders, wenn man anderen Menschen dient, und ihnen eine Hilfe ist, so wie es dann auf eine schöne Weise passiert, dass einem selbst dann geholfen wird.
Ich glaube durch dieses dienen, erkenne ich, dass das Leben doch Freude macht, manchmal spürt man im Leben doch eben dieses geräumige Gebäude das in der Luft steht, und das einem das doch manchmal sehr auf die Nerven geht. Aber wenn man trotz schwäche versucht an der Stange festzuhalten, dann spürt man in seinem inneren die Liebe Gottes, die einem zu sagen scheint, ich bin immer bei dir! Der Herr liebt uns trotz unserer Schwächen und unsere Müdigkeit, auch wenn einem das Leben sehr auf die Nerven geht, und man doch eigentlich lieber seine Ruhe will.
Gerade wenn man weitergeht, auf diesem schmalen Weg, und man vielleicht eine Hilfe dabei hat, die eiserne Stange, dies können Freunde sein, und das Wort Gottes, aber diese Dinge zeigen einem wieder, das man auf dem Weg ist.
Auch wenn es Momente gibt, wo die Nerven verrücktspielen, und man vielleicht nur einen Vers lesen kann am Tag, einfach der Moment, wenn man nur sehr wenig verträgt. Aber das was man liest bewusst aufnimmt, wieder wie eine Art Nahrung, die einem wieder die richtige Richtung zeigt.
Die ganzen Streitereien die auf der Erde herrschen, die ganzen Ansichten, die einem aufgezwungen werden, oder bestimmte Technologien, die ich aus Überzeugung nicht mitmache, da kann es eben passieren, das einem diese sehr auf die Nerven gehen, und man einfach nur noch die Ruhe sucht!
Ich war noch nie jemand, der Dinge getan hat, nur weil sie Mode sind, oder weil die Welt sagt, man müsse sie tun, sondern, ich habe immer aus innerer Überzeugung gehandelt, so wie ich es für richtig hielt, und ich glaube das es doch um das geht um Leben. Dass man eben nicht auf die Welt hört, sondern sich leiten lässt, von seinem inneren, wo der Heilige Geist wohnt, und einem anweist, und hilft.
Ich habe immer grosse Angst, dass der Herr einem sofort stehen lässt, wenn man keine Kraft mehr hat, und nicht mehr kann. Man fragt immer wieder nach in seinem Kopf, ob er noch da ist, und immer wieder spüre ich dieses ruhige gute Gefühl, dass einem sagt, dass er da ist.
 Mir selbst hilft es immer, wenn ich aufblicke, und den Herrn frage, siehst du mich? Hörst du mich? liebst du mich?
Und wenn man dann ein gutes Gefühl im Herzen bekommt, dann weiss ich dass er mich sieht, liebt und gehört hat. Und vor allem das er mir beisteht, und mir wieder neue Kraft gibt auf dem Weg.
Wenn ich dann nicht auf dieses geräumige Gebäude schaue, sondern daran denke, und versuche Hoffnung zu haben, auf ein ewiges Leben, wo kein Dauerstress und Zankereien, und Materialismus herrschen.
Ein Ort das keine Tränen kennt, so habe ich mal einen Satz gehört, wenn ich an das ewige Leben denke, und meinen Blick darauf richte.
Ich sehe dann, wenn ich mich umschaue, dass manche Dinge nicht mehr passen, und dass andere Sachen wichtiger sind im Moment, und dass man alles tun muss, um es zu verbessern.
Oft ist es wichtig, wenn man ein Tief hat, besonders im Frühjahr, dass man sich nicht gehen lässt, und sich zu Hause vergräbt, sondern, dass man rausgeht, sich etwas gönnt, schwimmen geht, oder sich mit Freunden unterhält. So das man erkennt, dass das Leben nicht nur aus Arbeiten, Stress und Ärger haben besteht, sondern das es auch noch etwas anderes gibt.
Das wichtigste was ich aus dem Evangelium kenne ist, dass ich weiss dass sich auch Christus sich zurückgezogen hat, um nachzudenken, oder vielleicht einfach seine Ruhe zu haben. Gerade wenn viele Menschen ihn bedrängt haben, und er ihnen gerne geholfen hat, so musste er doch sicher auch neue Kraft schöpfen um neues entstehen zu lassen.
Und dann spüre ich das ich auch dieses Recht auf Ruhe und Frieden haben darf, und nicht das Gefühl haben muss, dass der Herr mich sofort stehen lässt, wenn ich schwach und müde bin, und das Gefühl habe, dass einem alles schwer fällt. Ich glaube gerade dann, hilft einem das Beispiel von Lehis Traum, der Baum der die Liebe Gottes darstellt. Und ich weiss, dass ich sie auch schon viele Male spüren durfte, so erkenne ich immer an diesem Beispiel, wo stehe ich, wo will ich hin. Auch wenn Körper und Geist müde sind, erkenne ich, dass ich immer versuchen werde, auf diesem Weg zu bleiben, und zu versuchen weiterzugehen.
Denken sie immer an diesen Traum von Lehi, und denken sie daran wo sie stehen im Moment.
Vielleicht hilft es einem wenn man auch wie Joseph Smith in den Wald und dort einmal die Entstehungs Geschichte liest, ich habe dies getan, und spürte sofort den wertvollen inneren Frieden und die Ruhe, die ich so dringend nötig habe.
Halten sie sich an der Stange fest, und hören sie nicht auf die Leute aus dem geräumigen Gebäude, denken sie an den schmutzigen Fluss, und dann an das ewige Leben.
Diese Dinge helfen ihnen, auf dem Weg zu bleiben, und auf diesem Weg, werden ihnen Leute begegnen, die ihnen helfen werden, und sie das Gefühl haben nicht alleine zu sein. Wenn sie dieses Bild anschauen, wo Christus von Schafen umgeben ist, dass beschreibt es am besten für mich, wenn man ihn um Hilfe bittet, und in der Herde bleibt.

In diesem Sinne,
ihr
Rolf Schweizer








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