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Donnerstag, 19. März 2020

Das Zuhause ist mein Zion!


Liebe Geschwister,
Eine solche Zeit, wie jetzt, habe ich noch nie erlebt, ich kann mich noch erinnern, was für eine Angst ich hatte, als das mit Tschernobyl passierte. Wir alle saßen in der Schule, und wir sprachen alle über unsere Ängste, man hatte Zukunftsängste, und man war vollkommen verunsichert deswegen.
Aber so ergeht es jetzt uns auch, man liest und hört nur noch über diesen Virus, die Leute plündern die Supermärkte, man klaut sogar Dinge aus dem Einkaufswagen heraus, usw.
Früher las ich oft, wie man sich lustig machte über uns und unsere Kirche, wir seien die Leute, die zuhause einen Notvorrat haben, und andere Dinge was sie geredet haben.
Aber wie ist es denn jetzt? Jetzt sind wir doch alle sehr froh, dass wir solchen Weisungen folgen, dass wir immer schauen, dass wir genug zu Hause haben, wir machen keine Hamsterkäufe, aber man hat es immer im Auge, oder man führt sogar eine Liste darüber!
Die Medien selbst schüren eine solche Panik, wo man Ende denkt, überlebe ich das alles? Mir selbst passierte es, dass ich nicht mehr über diese Dinge hinausgesehen habe, und eine totale Angst hatte.
Ist es nicht genau das, was die Welt will, dass wir in eine totale Panik geraten, und eben den Boden verlieren? Ich glaube das damit keinem geholfen ist, sie helfen sich damit nicht, und anderen auch nicht!
Die totale Gleichgültigkeit ist überhaupt keine Lösung, viele tun auch so, als ob das gar nicht passiert, und ich glaube das dies dann sogar auch Leichtsinn ist.
Es heißt ja in der Schrift, iss und trink denn morgen sind wir alle tot, dies ist eben keine Lösung ist, sondern das wir alle bereit sind und Würdig bleiben und füreinander da sind!
Sind wir doch dankbar, dass wir einen lebendigen Propheten haben, der mit moderner Technik, zu uns reden kann. Er stärkt uns und gibt uns Anweisungen, dass wir zu Hause das Evangelium pflegen dürfen! Man ermahnt uns, dass ein würdiger Priestertums Träger das Abendmahl, segnen und austeilen darf!
Er ermahnt uns, dass wir selbstständig sein sollen, einander stärken sollen, und gerade für ältere Mitmenschen da sein sollen!
Ich glaube das solche Dinge einem wieder Kraft geben, als dass man sich in Panik versetzen lässt von irgendwelchen Medien! Es ist sicher wichtig, dass wir uns über den Stand der Dinge informieren, aber mit Angst und Panik, ist keinem geholfen!
Ich und meine Mutter, haben letzten Sonntag, eine Abendmahlsversammlung abgehalten zu Hause, ich hatte erst bedenken, ob ich das auch machen sollte, weil man da auch den nötigen Respekt davor hat, und ich nichts falsch machen will.
Ich spürte, dass der Geist mich antrieb, mich vorzubereiten, ich schrieb sogar eine kleine Ansprache, die ich halten konnte.
Ich zog den Anzug an, und meine Mutter kleidete sich auch Sonntäglich, und wir fingen an damit, und ich muss ihnen sagen, wir haben noch nie so stark den Geist gespürt. Es war so stark zu spüren, dass der Geist des Herrn anwesend ist, und der Herr das befürwortet hat und es ihm gefiel!
Ich war so ergriffen, dass ich Mühe hatte zu sprechen, aber es war richtig, und meine Befürchtungen waren überflüssig!
Aber es hatte auf mich und meine Mutter den Eindruck, als unsere Versammlung vorbei war, als ob wir von der Kirche nach Hause gekommen wären! Es tat uns beiden gut, und wir waren erleichtert, dass es auch so gehen konnte, und ich und meine Mutter das Gefühl hatten, keinen Fehler gemacht zu haben.
Es war am Ende wirklich so, als ob man Zion zu Hause hatte, der Frieden verdrängte all den Hass und all den Unfrieden, was schon alles in diesem Haus war.
Am Ende sind wir doch alle froh, dass unser Prophet uns zur Selbstständigkeit erzogen hat, und uns gelernt hat, so zu handeln, dass gerade in solchen Zeiten, wir das Evangelium nicht zu verlieren und das wir nicht vom rechten Weg abkommen.
Manche sagen jetzt, dass ist eine Strafe Gottes, und es ist das Ende der Welt, ich habe den Eindruck, dass der Herr vielleicht auch unseren Glauben prüft, aber ob das eine Strafe Gottes ist, oder das Ende der Welt? Das wage ich nicht zu kommentieren, dass sei dem Herrn überlassen und nicht mir!
Denken sie auch an unsere älteren Mitmenschen, die gefährdet sind im Moment und an die kleinen Kinder, vielleicht wenn es jüngere gibt, die etwas Zeit haben, so wäre es doch schön, wenn man Einkäufe erledigen könnte, und so eine Hilfe sein kann. Lassen sie sich vom Heiligen Geist führen und sie werden sehen, was er für ein wertvoller und guter Wegbegleiter sein kann in einer solchen Zeit!
Ich selber bin sehr dankbar für das Evangelium, was genau jetzt für uns alle ein Fels in der Brandung sein kann und ist, es gibt uns Hoffnung und Mut, dass alles zu überstehen. Wir schauen aus nach Christus, und wir haben hoffentlich alle ein Zeugnis, dass er der Sohn Gottes ist, freuen sie sich auf sein Kommen.
Und lassen sie sich nicht in Panik versetzen, pflegen sie das Evangelium zu Hause, und lachen sie auch herzlich, auch das muss wirklich einmal sein! Schreiben sie mir doch gerne ihre Gefühle was sie gehabt haben, als sie das Abendmahl zu Hause eingenommen haben, es würde mich freuen!

Sie fehlen mir alle, und ich freue mich, wenn wir uns alle wieder umarmen dürfen, und uns die Hand geben dürfen und wir uns alle hoffentlich gesund und munter wiedersehen dürfen!
Bleiben sie Gesund, und schauen sie auf sich, und schauen sie auch auf ihr geistiges Wohl!

In diesem Sinne
Ihr
Rolf Schweizer






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