Liebe Geschwister,
Eine solche
Zeit, wie jetzt, habe ich noch nie erlebt, ich kann mich noch erinnern, was für
eine Angst ich hatte, als das mit Tschernobyl passierte. Wir alle saßen in der
Schule, und wir sprachen alle über unsere Ängste, man hatte Zukunftsängste, und
man war vollkommen verunsichert deswegen.
Aber so ergeht es jetzt uns auch, man liest und hört nur noch über diesen Virus, die Leute plündern die Supermärkte, man klaut sogar Dinge aus dem Einkaufswagen heraus, usw.
Aber so ergeht es jetzt uns auch, man liest und hört nur noch über diesen Virus, die Leute plündern die Supermärkte, man klaut sogar Dinge aus dem Einkaufswagen heraus, usw.
Früher las ich
oft, wie man sich lustig machte über uns und unsere Kirche, wir seien die Leute,
die zuhause einen Notvorrat haben, und andere Dinge was sie geredet haben.
Aber wie ist
es denn jetzt? Jetzt sind wir doch alle sehr froh, dass wir solchen Weisungen
folgen, dass wir immer schauen, dass wir genug zu Hause haben, wir machen keine
Hamsterkäufe, aber man hat es immer im Auge, oder man führt sogar eine Liste
darüber!
Die Medien
selbst schüren eine solche Panik, wo man Ende denkt, überlebe ich das alles? Mir
selbst passierte es, dass ich nicht mehr über diese Dinge hinausgesehen habe,
und eine totale Angst hatte.
Ist es nicht
genau das, was die Welt will, dass wir in eine totale Panik geraten, und eben
den Boden verlieren? Ich glaube das damit keinem geholfen ist, sie helfen sich damit
nicht, und anderen auch nicht!
Die totale
Gleichgültigkeit ist überhaupt keine Lösung, viele tun auch so, als ob das gar
nicht passiert, und ich glaube das dies dann sogar auch Leichtsinn ist.
Es heißt ja in
der Schrift, iss und trink denn morgen sind wir alle tot, dies ist eben keine
Lösung ist, sondern das wir alle bereit sind und Würdig bleiben und füreinander
da sind!
Sind wir doch dankbar,
dass wir einen lebendigen Propheten haben, der mit moderner Technik, zu uns
reden kann. Er stärkt uns und gibt uns Anweisungen, dass wir zu Hause das
Evangelium pflegen dürfen! Man ermahnt uns, dass ein würdiger Priestertums Träger
das Abendmahl, segnen und austeilen darf!
Er ermahnt
uns, dass wir selbstständig sein sollen, einander stärken sollen, und gerade
für ältere Mitmenschen da sein sollen!
Ich glaube das
solche Dinge einem wieder Kraft geben, als dass man sich in Panik versetzen
lässt von irgendwelchen Medien! Es ist sicher wichtig, dass wir uns über den
Stand der Dinge informieren, aber mit Angst und Panik, ist keinem geholfen!
Ich und meine
Mutter, haben letzten Sonntag, eine Abendmahlsversammlung abgehalten zu Hause,
ich hatte erst bedenken, ob ich das auch machen sollte, weil man da auch den
nötigen Respekt davor hat, und ich nichts falsch machen will.
Ich spürte,
dass der Geist mich antrieb, mich vorzubereiten, ich schrieb sogar eine kleine
Ansprache, die ich halten konnte.
Ich zog den
Anzug an, und meine Mutter kleidete sich auch Sonntäglich, und wir fingen an
damit, und ich muss ihnen sagen, wir haben noch nie so stark den Geist gespürt.
Es war so stark zu spüren, dass der Geist des Herrn anwesend ist, und der Herr
das befürwortet hat und es ihm gefiel!
Ich war so
ergriffen, dass ich Mühe hatte zu sprechen, aber es war richtig, und meine
Befürchtungen waren überflüssig!
Aber es hatte
auf mich und meine Mutter den Eindruck, als unsere Versammlung vorbei war, als
ob wir von der Kirche nach Hause gekommen wären! Es tat uns beiden gut, und wir
waren erleichtert, dass es auch so gehen konnte, und ich und meine Mutter das
Gefühl hatten, keinen Fehler gemacht zu haben.
Es war am Ende
wirklich so, als ob man Zion zu Hause hatte, der Frieden verdrängte all den
Hass und all den Unfrieden, was schon alles in diesem Haus war.
Am Ende sind
wir doch alle froh, dass unser Prophet uns zur Selbstständigkeit erzogen hat,
und uns gelernt hat, so zu handeln, dass gerade in solchen Zeiten, wir das
Evangelium nicht zu verlieren und das wir nicht vom rechten Weg abkommen.
Manche sagen
jetzt, dass ist eine Strafe Gottes, und es ist das Ende der Welt, ich habe den
Eindruck, dass der Herr vielleicht auch unseren Glauben prüft, aber ob das eine
Strafe Gottes ist, oder das Ende der Welt? Das wage ich nicht zu kommentieren,
dass sei dem Herrn überlassen und nicht mir!
Denken sie
auch an unsere älteren Mitmenschen, die gefährdet sind im Moment und an die
kleinen Kinder, vielleicht wenn es jüngere gibt, die etwas Zeit haben, so wäre
es doch schön, wenn man Einkäufe erledigen könnte, und so eine Hilfe sein kann.
Lassen sie sich vom Heiligen Geist führen und sie werden sehen, was er für ein
wertvoller und guter Wegbegleiter sein kann in einer solchen Zeit!
Ich selber bin
sehr dankbar für das Evangelium, was genau jetzt für uns alle ein Fels in der
Brandung sein kann und ist, es gibt uns Hoffnung und Mut, dass alles zu
überstehen. Wir schauen aus nach Christus, und wir haben hoffentlich alle ein
Zeugnis, dass er der Sohn Gottes ist, freuen sie sich auf sein Kommen.
Und lassen sie
sich nicht in Panik versetzen, pflegen sie das Evangelium zu Hause, und lachen
sie auch herzlich, auch das muss wirklich einmal sein! Schreiben sie mir doch
gerne ihre Gefühle was sie gehabt haben, als sie das Abendmahl zu Hause
eingenommen haben, es würde mich freuen!
Sie fehlen mir
alle, und ich freue mich, wenn wir uns alle wieder umarmen dürfen, und uns die
Hand geben dürfen und wir uns alle hoffentlich gesund und munter wiedersehen
dürfen!
Bleiben sie
Gesund, und schauen sie auf sich, und schauen sie auch auf ihr geistiges Wohl!
In diesem Sinne
Ihr
Rolf Schweizer
Rolf Schweizer



