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Dienstag, 2. November 2021

Inmitten von Schwierigkeiten Dankbar zu sein

 

Der Titel sagt es schon, beim ersten Gedanken, denkt man sich sicher, wenn ich in Schwierigkeiten bin, und dafür soll ich jetzt auch noch dankbar sein, geht’s noch? Aber so ist das nicht gemeint, ich erkenne das an mir selbst, es gibt viele Situationen, denen ich nicht gewachsen bin, oder ich spüre, dass es Situationen sind, denen ich mal gewachsen war, und heute empfindlicher geworden bin. Da gerät man in eine totale Panik, und man weiss nicht mehr ein und aus, mir geht das oft so. Gerade im beruflichen Bereich, kämpfe ich seit Jahren, um etwas neues, mein alter Beruf da kämpfe ich jeden Tag. Die Leute werden ausgenutzt, und man hat vor ihnen gar kein Respekt, es wird harte Arbeit abverlangt, die nicht gut bezahlt wird. Es gibt einen Mitarbeiter, der schon fast 40 Jahre dort arbeitet, er ist ein Spanier, und er hatte sich schon jede Menge an Beleidigungen ertragen müssen. Erst kürzlich, witzelte der Chef herum, er solle sich doch schon einen Grabstein bestellen und ähnliches, ich konnte nicht glauben, dass man mit einem älteren Menschen so sprechen konnte. Gerade dieser Mensch, war oft immer da, wenn ich mich schlecht fühlte, er machte das ich lachen konnte, und ich das Gefühl hatte, dass jemand da ist, der einem mag! Ich erkenne das mit einer Großen Dankbarkeit, und habe großen Respekt vor ihm, auch wenn er nicht immer nur nett ist, aber er meinte mal zu mir, du musst lachen, sonst funktioniert das Leben nicht.

Auch wenn es oft Tage gibt, wenn es draußen grau und nass ist, wenn man einen langen Arbeitstag hinter sich hat, wo Leute nur herumgeschrien haben, und pervers dahingeredet haben. Da erkenne ich, wenn ich nach Hause komme, dass da eine liebe Mutter und Vater sind, die froh sind, dass ich komme, und ich froh bin, dass sie gesund und wohlauf sind. Dass erwärmt mein Herz, und lässt mein Kummer schwinden. Wie oft erinnere ich mich, das ich an Weihnachten oft nach 2 Uhr morgens komplett erledigt nach Hause kam, wie da eine Kleinigkeit im Kühlschrank war, so, dass ich etwas zu Essen hatte. Auf der Arbeit, gibt es bis heute an solchen langen Tagen bis heute keinen Bissen, man darf froh sein, wenn man überhaupt mal eine kleine Pause machen darf. Aber ich erkenne, so diesen Großen Segen, den ich durch meine geliebten Eltern haben kann, sie sind es, die mir das Leben gegeben haben, und mir immer wieder Kraft und Motivation geben. Ich bete oft mit meiner Mutter zusammen, mein Vater ist nicht religiös und möchte damit in Ruhe gelassen werden, was wir eben auch respektieren müssen. Aber ich und meine Mutter spüren beide immer so sehr den Geist beim Beten, so erkenne ich das als einen großen Segen.

Aber auch beim Betreuen, gab es schon so viele Momente, wo ich kurz vor der Verzweiflung war, wo ich panische Angst bekam, es war schon oft der Hauch des Todes zu spüren. Aber auch in solchen Situationen, habe ich gelernt, auf den Geist zu hören, ich bekam so sehr wertvolle Eingebungen, die der anderen Person sehr geholfen haben. Ich lernte dabei so viel für mich selbst, und machte dabei enorme Fortschritte im Evangelium, die absolut wertvoll sind.

Manchmal kommt es einem vor im Moment wie ein großer Fluch im Leben, wenn oft viele Negative Dinge passieren, und man denkt, dass sein ganzes Umfeld, nur im Glück badet, und ich das Glück nur durch ein Glasfenster sehen kann.

Ich erinnere mich noch an letztes Jahr, wo ich mich einmal so gedemütigt fühlte, und vermutlich auch die falsche Musik dann erwischte, ich nahm, dann zu viele Tabletten, mit dem Wunsch, endlich sterben zu können, ich dachte, ich bin ein solch peinlicher Mensch, wo sicher alle froh sind, wenn er nicht mehr am Leben ist. Aber ich erwachte am nächsten Morgen wieder, es war Sonntag, und da war eine Zoom Klasse, ich hörte mir die Klasse an, und spürte die Wärme und dieses gute Gefühl, und vor allem diese Dankbarkeit, die in mir aufstieg, aber auch fühlte ich, das ich mit dieser Tat vielen Menschen weh getan hatte, ich sagte es, dann auch, dass es falsch war, weil ich erkannte, wie dankbar ich im Grunde bin, für die vielen guten Freunde, die ich haben kann.

Wie oft durfte ich mit Leuten sprechen, die meinem Kummer zuhörten, und mir geholfen haben, es waren oft Sachen, wo man mich so gedemütigt hatte, und beschimpft hatte, bis auf den Grund, in der Firma, wo ich aber dann in der Kirche, eine solche Liebe und Wärme spüren durfte, dass mir das immer wieder so geholfen hatte und mich aufgebaut hatte!

Aber ich habe versucht zu erkennen, für was ich dankbar sein kann, in diesen Momenten, aber auch ein Vater im Himmel, sein geliebter Sohn Jesus Christus, und der wertvolle Begleiter der Heilige Geist, die mir das Gefühl geben, dass es bald besser wird, und ich mich freuen darf auf etwas ganz neues und Besseres!

Aber ich möchte ihnen allen die das lesen danken, das ihr immer so viel gebetet und gefastet habt für mich und meine Familie, dafür sind wir alle dankbar.

Gerade der Prophet ruft uns auf für mehr Dankbarkeit, gerade das hilft uns, schwere Dinge zu überstehen.

Gerade der Vater im Himmel liebt uns, und er möchte uns sicher nicht quälen, auch wenn es einem oft so vorkommt, aber er lässt uns nicht alleine, mit unseren Problemen.

Schauen sie sich um, und denken sie doch mal kurz, für was sie dankbar sein können, so spüren sie die Wärme in ihrem Herz, die nicht von dieser Welt ist, und die das böse nicht kaputt machen kann und wo sich das böse auch nicht wohl fühlt bei uns, aber das Gute, glauben sie mir, dass fühlt sich dann wohl bei uns, und das verdrängt das negative!

 

In diesem Sinne

Ihr

Rolf Schweizer






 


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