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Montag, 20. Dezember 2021

Weihnachtsgedanken

 Weihnachten, für mich nicht immer ein leichtes Thema, man arbeitet viel zu viel, und man sehnt sich nach Ruhe, es scheint einem alles Zuviel. Unterwegs, da sieht man wieder all die Lichter, und man hofft innerlich, das man dies doch alles wieder mal geniessen könnte. Der Körper und Geist signalisieren einem dass es jetzt genug ist, Geld ist doch nicht alles. In den sozialen Netzwerken, schäumt es fast über von Weihnachtsfotos, man hat es schon fast satt. Man denkt sich im Kopf, irgendwann, da ignoriere ich diese Feiertage komplett, und tue einfach so, als ob das gar nicht passieren würde.

Aber es kommt immer darauf an, wie man das erlebt, es gibt dann wieder stille Momente, die einkehren, stille Momente, die wichtig sind für mich. Da brennt eine dezente Kerze, und nicht das ganze Haus, das nur noch funkelt und im Kitsch versinkt, wie in diversen Filmen oft.

Aber es sind oft solche winzigen Dinge, die einem dieses warme Gefühl geben, ein kleines Licht, was da ist. Man hält inne mit sich selbst, man denkt nach, über Christus, über alles was einem bewegt. Und am Ende hoffe ich das er mich versteht, und das er mir es nachfühlen kann. Meine Brust erfüllt sich mit Wärme, ich habe den Eindruck, wenn ich das fühlen kann, so ist es wunderschön.

Da ist zwar Kummer von den vergangenen Tagen, wo man nicht weiss, wie das herauskommt, aber man hofft, dass der Herr es lenken wird. Es sind auch Freunde, die dann da sind, sie geben einem wieder die richtige Richtung, man spürt, dass man nicht alleine ist. Freunde, die schon längst, zu Familienmitgliedern geworden sind. Man hat einfach ein gutes Gefühl, wenn sie da sind, es braucht nicht sündhaft teure Geschenke, um einander zu sagen, dass man sich lieb hat. Da sind es oft Kleinigkeiten, die oft mehr sagen als Worte. Ob man zusammen zu Abend isst, oder einfach zusammen lacht, das alles gibt einem wieder Kraft, man kann gemeinsam den Geist geniessen. Man baut sich gegenseitig wieder auf, man ist nicht alleine, auch wenn man das oft denkt. Am Ende ist da immer jemand, der da ist, und wenn nicht, dann weiss ich, dass der Herr einem jemand schicken wird.

So habe ich gelernt, das eigentliche an Weihnachten zu lieben, nicht der Konsumterror von den Menschen, nicht der Stress, all diese Partys, sondern es sind die gemeinsamen und stillen Momente, die uns wieder aufrichten können. Es wird im Herzen und Seele ein Licht angezündet, ein Licht was von Christus kommt.

Manche denken, passiert das nur an Weihnachten? Nein, wenn sie das so wollen, dann können sie selbst, das ganze Jahr, dieses Licht anzünden. Oft spüren sie, innerlich, ein Gedanke kommt, und man könnte jemanden etwas Gutes tun, oder einfach eine Kleinigkeit schenken. Dann tun sie es doch einfach, es ist als ob man selbst wieder zum Leben erweckt wird. Was erlebe ich selbst oft an Weihnachten, oft sehr reiche Kunden, die sich oft wie das allerletzte benehmen. Da sind Leute, die sind sich zu geizig, eine Rechnung zu zahlen, aber man will etwas Teures essen. Man schickt dieses Essen wieder zurück, und kritzelt irgendwas nicht Nettes auf die Verpackung, nur um ja die Rechnung nicht zahlen zu müssen. Sind denn nicht solche Leute die unglücklichen in dieser Zeit? Haben denn diese Leute es gar nicht verstanden um was es geht. Ich habe das nie begriffen, aber bei mir genügt es oft eine Kleinigkeit, um mich glücklich zu machen. Aber einfach die Gewissheit, dass jemand da ist, der einem liebt, und der sich freut, wenn man kommt. Und man es geniessen kann, auch ohne Luxus, sondern mit dem Luxus, dass einem so der Geist Christi besucht, und etwas Einfaches essen miteinander, dies kann einem wie ein Festmahl sein, wenn man es miteinander teilen kann.

Wenn wir Liebe geben, so kommt sie immer auch zu uns wieder zurück, und das ist das Schöne daran. Wie oft habe ich diese reichen Leute gesehen, mit ihren teuren Anzügen, und schicken Autos, aber mit einer eisernen Miene, die lieblos ist, Ehepaare, die sich behandeln wie das letzte, das materielle selbst, ist das einzige was sie haben. Aber das warme Gefühl haben sie oft nicht, tauschen will ich nicht, ich bin mit dem zufrieden was ich habe, ich versuche in meiner Familie das Priestertum gross zu machen. Und es zu erreichen, dass im Haus immer Friede ist, und dass der Geist anwesend ist, das ist für mich wichtiger als ein Massanzug, und ein teures Auto. Die innere Liebe vergeht nie, genauso auch wie die Familie, die ewigen Bestand hat. Ich glaube daran, das in der Ewigkeit, sicher jeden Tag schön ist, aber das wir es jetzt auch schön haben können, wenn wir der inneren Eingebungen folgen, die uns anleitet Gutes zu tun. Wenn sie immer darauf hören, so werden sie echtes Glücklich sein erfahren, auch unter dem Jahr, ich habe eines gelernt, wenn ich so etwas wahrnehme, dann versuche ich es zu befolgen. Und wenn ich weiss, dass es mich zu gutem anleitet, so ist doch jeder Tag wie Weihnachten.

 

In diesem Sinne frohe Festtage

 

Ihr

Rolf Schweizer


 


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