Die
Begeisterung für das Studium der Hl. Schriften
und offiziellen Publikationen der Kirche
Für die Auswahl eines Themas eines
Artikels können verschiedene Methoden angewendet werden. So liess ich mir
Vorschläge von Barcelona geben, nämlich Solidarität (Gemeinschaftsgeist) und
Ausdauer.
Die Hohepriester sind bedingt
weniger jung und deshalb neuen Herausforderungen ausgesetzt. Durch die vielen
Jahre der Treue in der Kirche sind die Schriften geläufiger und verschiedene
wichtige Schriftstellen sind in guter Erinnerung. Daher ist die Frage, wie das
Studium in den Schriften nach vielen Jahren immer noch interessant und
motivierend sein kann, sehr aktuell. Durch das mehrmalige Lesen der Hl.
Schriften (am ehesten das Buch Mormon + L&B) sind viele Gedanken gemacht
worden und das Leben danach ausgerichtet.
Was nun das Studium der Hohepriester
bezüglich Begeisterung beeinflussen kann, gilt natürlich auch für alle anderen
Geschwister, inklusive die jungen Geschwister.
Wir alle sind heute dank unter
anderem den Medien mit vielen Lehrmeinungen, politischen Ansichten,
Philosophien und toleranten Gesetzen konfrontiert, die es uns nicht immer
leicht machen, die gewünschte Solidarität untereinander zu verspüren. Mormon
erwähnt bei den Söhnen Mosiahs, dass sie ein gesundes Verständnis hatten und
eifrig in den Schriften forschten, um das Wort Gottes zu kennen (Alma 17:2).
Zudem fasteten und beteten sie viel (Alma 1/:9). Um »habe das schon ein paar
Mal gelesen« vorzubeugen, empfiehlt es sich, z.B. das Buch Mormon in einer
anderen Sprache zu lesen. Vielleicht wiedereinmal in der Sprache des
Missions-Landes, wo man gedient hat, oder um die englische Sprache zu üben.
Meine Erfahrung ist, dass ich immer wieder in der spanischen Sprache auf
Stellen stosse, die mich jetzt sehr beschäftigen, die ich vorher schon ein paar
Mal gelesen habe.
Als Beispiel möchte ich Alma 14
erwähnen. Die Richterzeit war gerade mal 10 Jahre alt, als der oberste Richter
im Land Ammoniha die Todesstrafe für Frauen + Kinder veranlasste, die den
Glauben von Alma und Amulek annahmen. Die Todesstrafe bei den Nephiten wurde aber
grundsätzlich nur für Verbrechen ausgesprochen (Alma 1: 13 - 15).
Inspiration ist die Antwort auf eine
ehrliche inbrünstige Frage. So habe ich mich lange mit diesem Thema beschäftigt
und erinnerte mich schlussendlich, dass 1933 und die folgenden Jahre in
Deutschland ebenfalls eine Volksgruppe auf ähnliche Weise verfolgt wurde,
obwohl das Gesetz es eigentlich nicht zuliess.
Querverweise sind auch nach
mehrjährigem Studium möglich und hilft uns, das Erinnerungsvermögen zu stärken,
wichtig ganz beonders im forgeschrittenen Alter. Wie vieles anderes, braucht es
Ausdauer, der Herausforderung, die Schriften zu studieren, gerecht zu werden.
Das Wissen der Schriften und
gesundes Verständnis sind eine Bereicherung unserer Gemeinschaft und fördert
die Solidarität, eine Bereicherung für die Klassen und für Neubekehrte.
Gez. für die Hohepriester-Gruppe:
Richard Abderhalden