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Montag, 30. März 2015

Pessach (Ostern)

Biblische Feste zeigen uns den göttlichen Weg der Befreiung (Erlösung)

1. Pessach  (Ostern)

Kurz vor seinem Tod sagte Jesus: „Mich hat herzlich verlangt, dies Passahlamm mit euch zu essen, ehe ich leide. Denn ich sage euch, dass ich es nicht mehr essen werde, bis es erfüllt werde im Reich Gottes“ (Lukas 22,15-16) Jesus hat die biblischen Feste seinem Volk verordnet und selber eingehalten während seines irdischen Lebens.

Die biblischen Feste bezeugen, dass es Gott immer um unsere Befreiung geht.

Das erste Fest im biblischen Kalender ist das Passah Fest oder Pessach. Es ist das Fest der ungesäuerten Brote oder das Ueberschreitungsfest. Im Englischen „Passover“ hört man noch das „Ueberschreiten“.

Gott überschritt (verschonte) die erstgeborenen Israeliten, die das Blut eines fehlerfreien, einjährigen, männlichen Lammes an die Türpfosten gestrichen hatten. Das heisst sie wurden verschont – nicht weil sie vollkommen waren, sondern weil das Blut an dem Türpfosten bezeugte, dass sie die Erlösung Gottes angenommen hatten. Dieses Symbol für den Messias, dessen Blut für uns vergossen wurde und das wir als Lösegeld für unsere Uebertretungen verwenden können, zeigt uns deutlich woher unsere Befreiung kommt. Nicht unsere Vollkommenheit rettet uns, sondern unsere Bereitschaft das Sühnopfer des Messias anzunehmen.

Der Anlass für das Pessachfest war der Auszug aus Aegypten. Gott hat durch Mose sein Volk aus der Knechtschaft befreit. 200 Jahre lang waren die Israeliten in Aegypten nicht mehr Gäste, sondern Sklaven, die den Aegyptern zu Diensten sein mussten. Mit dieser physischen Knechtschaft ging auch eine geistige Knechtschaft einher. Die Israeliten konnten natürlich keinen Sabbat einhalten oder anbeten, wie sie wollten. Um sein Volk zu befreien, beginnt Gott mit der physischen Befreiung. Wir sollen aus der Welt der Sünde ausziehen.

Im Hebräischen ist das Wort Mizraim (Aegypten) ein Synonym für Enge oder Sünde. Sünde treibt uns in die Enge. Wir verlieren unsere Freiheit. Mit dem Auszug aus Aegypten will Gott die Israeliten aus der Enge, aus der Sünde befreien – mindestens ist das der Anfang. Diese physische Freiheit ist die Bedingung dafür, dass er später mehr geben kann am Berg Sinai – Befreiung aus der Unwissenheit.

Das Pessach fest ist auch das Fest der ungesäuerten Brote. Sieben Tage durfte nichts gesäuertes gegessen werden. Einerseits soll es daran erinnern, dass sie ihr letztes Brot in Hast gegessen haben und keine Zeit hatten, den Teig zu säuern und aufgehen zu lassen.

Dann ist Sauerteig auch ein Symbol für Sünde. (1. Kor. 5;8) Der Herr befahl den Israeliten, dass sie allen Sauerteig aus ihren Häusern entfernen und nur ungesäuertes Brot essen sollten während den 7 Tagen des Festes. Es ist gar nicht so einfach, sieben Tage lang auf Brot zu verzichten – auf alles, was aufgeht (Kuchen, Teigwaren …). Dadurch wird sehr deutlich bewusst, was es heisst, sich von „Sünde“ fernzuhalten, sie aus dem Alltag auszumerzen. Tatsächlich ist es eine grosse Freude nach den 7 Tagen ohne Gesäuertes, wieder Brot und alle gewohnten Speisen zu essen.

Dieses Jahr fallen das biblische Pessachfest und das Osterfest auf dieselbe Zeit. Wir können uns daran erinnern, dass Gott uns mit diesem Fest vor Augen führt, dass er ein Gott der Befreiung ist. Pessach ist das Fest der physischen Befreiung – der Befreiung aus „Aegypten“, aus der Sünde, der Welt, die nichts weiss von Gott und seinem Sohn. Diese Befreiung ermöglicht uns weitere Freiheit, die uns am Berg Sinai erwartet: Die Befreiung aus der Unwissenheit. (Fortsetzung folgt)

Vreni Radzik

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