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Dienstag, 17. Januar 2017

Wenn eine helfende Hand lebensrettend sein kann



Manchmal gibt es Situationen im Leben, wo wir in Not sind, und wir es ohne Hilfe nicht schaffen. Vielleicht hilft uns jemand, oder wir bitten um Hilfe. Manchmal aber, ist niemand da, der hilft, man weiss es nicht wie es herauskommt.
Als ich eines Morgens das Haus verliess, sah ich einen kleinen Vogel auf dem Fensterbrett, er war nervös und flatterte wie wild mit seinen Flügeln, er konnte irgendwie nicht wegfliegen.
Als ich vorsichtig näher kam, sah ich, dass offensichtlich sein Fuss am Fensterbrett festgefroren war. Er hatte eine solche Angst, und versuchte sich zu befreien. Ich traute mich kaum, ihn anzufassen, ich fürchtete mich, dass er sich verletzen könnte.
Ich fragte meine Tante um Rat, und sie kam sofort, und auch sie traute sich nicht, ihn mit den Händen zu befreien. Dann schliesslich hatte sie die Idee, ihn mit lauwarmen Wasser auf den Fuss zu giessen. Bevor sie mit dem Wasser kam, sprach ich ein kurzes Gebet, und bat den Vater im Himmel um Hilfe, dass er doch uns helfen könnte, den Vogel zu befreien.
Ich sprach es und als wir näher kamen mit dem Wasser, konnte der Vogel sich befreien, und er flog eilig weg, bevor wir das Wasser auf seinen Fuss giessen konnten.
Wir waren beide sehr erleichtert, dass der Vogel sich befreien konnte, und dass er sich auch nicht verletzt hatte. Ich dankte dem Vater im Himmel für seine schnelle Hilfe.
Danach ging mir das nicht mehr aus dem Kopf, was wäre wohl geschehen, wenn ich wir nichts gemacht hätten, wäre der arme Vogel einfach erfroren oder gestorben, oder hätte er es doch noch geschafft? Man weiss es nicht, aber eines wusste ich, als ich mein kurzes Gebet zu Ende sprach, konnte der Vogel sofort losfliegen.
Ich fühlte dass der Herr mir so die Kraft des Gebets demonstrierte, und ich bin ihm dankbar, dass er so schnell eingegriffen hatte.
Mir kam danach auch eine Textzeile in den Sinn von einer deutschen Rockband:“
Vielleicht bist du es irgendwann, der um Hilfe schreit…“
Vielleicht sind wir dann auch froh, wenn uns jemand hilft, oder für uns betet, ich sehe es selber auch, dass es sehr wichtig ist, dass wir für andere beten. Mag es noch so unbedeutend sein oder nicht, aber ich glaube, alle Geschöpfe sind wichtig, und haben ein Recht zu leben.
Mir ging vieles danach durch den Kopf, mir fiel auch ein, wie ich als ganz kleines Kind, in einer ähnlichen Lage war, und ohne Hilfe vielleicht nicht überlebt hätte.
Ich und meine Mutter und mein Bruder, gingen sehr oft in das örtliche Schwimmbad, und schwammen am Nachmittag.
Mein Bruder und meine Mutter waren sehr gute Schwimmer, ich konnte es damals noch nicht. So musste ich damals dann im Kinderschwimmbecken bleiben, und da meine ersten Schwimmversuche machen. Mir machte das auch immer spass, meine Mutter hatte da immer ein Auge auf mich. Der Bademeister, war damals eher mit seiner Zeitung beschäftigt, als auf das aufpassen. Ich fing mich mit der Zeit an zu langweilen, und wie das so bei kleinen Kindern ist, man ist neugierig auf alles Neue und möchte alles auskundschaften.
Ich wollte mal in das erwachsenen Schwimmbecken, und schauen, ob es dort noch lustiger ist. Ich ging in einem unbeobachteten Moment zum Becken, und sprang mit einem Satz hinein, ich war entsetzt wie weit das auf einmal runterging. Mir machte das plötzlich sehr grosse Angst, ich ging bis auf dem Boden, und kam nicht mehr hoch. Ich kämpfte um Atem, und das ich wieder hochkam, vergeblich.
Es verging einen sehr schweren Augenblick, der mir bis heute in Erinnerung ist, plötzlich sah ich, dass meine Mutter mit einem Satz hineinsprang, und zu mir kam, und mich dann rettete.
Wenn sie es nicht gesehen hätte, wäre ich vermutlich heute nicht mehr am Leben, ich glaube wenn wir wachsam sind im Leben, kann das immer etwas Gutes sein. Ich bin heute ein leidenschaftlicher Schwimmer, der sehr gerne schwimmt, aber immer unbedingt auch auf die Schwimmregeln achtet. Es gibt nichts schlimmeres, wenn man im Wasser untergeht, und nichts machen kann.
Im Alltag kann eine helfende Hand und ein Gebet, ein grosser Retter sein, wenn wir wachsam sind, und uns selbstlos, einsetzen.
Ich bin dem Herrn sehr dankbar, dass er auf uns alle immer Acht gibt, und wir uns sicher fühlen können, bei ihm.
Er liebt alle Geschöpfe, mögen sie auch noch so klein sein, aber vor allem bin ich auch meiner Mutter sehr dankbar, dass sie mir damals mein Leben gerettet hatte.

Sicher haben sie das auch schon gesehen, oder erlebt, wie Leute in solchen Situationen, einfach vorbeigegangen sind, oder wir selber das vielleicht auch unbewusst gemacht haben.
Aber denken sie immer daran, irgendwann sind wir vielleicht einmal selber in einer solchen Situation, wo uns jemand retten muss. Zögern sie nicht, und tun sie das, was in einer solchen Situation richtig ist, so wie Christus den Menschen geholfen hatte, und er uns auffordert, dass wir es ihm gleichtun sollen.
Ich bin unserem Erlöser dankbar, dass er uns so viele Beispiele gab, wo wir von ihm lernen können.

Wenn sie mir eine Nachricht schreiben möchten, zögern sie nicht, ich freue mich über jede Nachricht: rolfs@bluewin.ch
 In diesem Sinne
ihr
Rolf Schweizer
 







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