Manchmal
gibt es Situationen im Leben, wo wir in Not sind, und wir es ohne Hilfe nicht
schaffen. Vielleicht hilft uns jemand, oder wir bitten um Hilfe. Manchmal aber, ist niemand da, der hilft, man weiss es nicht wie es herauskommt.
Als ich
eines Morgens das Haus verliess, sah ich einen kleinen Vogel auf dem
Fensterbrett, er war nervös und flatterte wie wild mit seinen Flügeln, er
konnte irgendwie nicht wegfliegen.
Als ich
vorsichtig näher kam, sah ich, dass offensichtlich sein Fuss am Fensterbrett
festgefroren war. Er hatte eine solche Angst, und versuchte sich zu befreien.
Ich traute mich kaum, ihn anzufassen, ich fürchtete mich, dass er sich
verletzen könnte.
Ich fragte
meine Tante um Rat, und sie kam sofort, und auch sie traute sich nicht, ihn mit
den Händen zu befreien. Dann schliesslich hatte sie die Idee, ihn mit lauwarmen
Wasser auf den Fuss zu giessen. Bevor sie mit dem Wasser kam, sprach ich ein
kurzes Gebet, und bat den Vater im Himmel um Hilfe, dass er doch uns helfen
könnte, den Vogel zu befreien.
Ich sprach
es und als wir näher kamen mit dem Wasser, konnte der Vogel sich befreien, und
er flog eilig weg, bevor wir das Wasser auf seinen Fuss giessen konnten.
Wir waren
beide sehr erleichtert, dass der Vogel sich befreien konnte, und dass er sich
auch nicht verletzt hatte. Ich dankte dem Vater im Himmel für seine schnelle
Hilfe.
Danach ging
mir das nicht mehr aus dem Kopf, was wäre wohl geschehen, wenn ich wir nichts
gemacht hätten, wäre der arme Vogel einfach erfroren oder gestorben, oder hätte
er es doch noch geschafft? Man weiss es nicht, aber eines wusste ich, als ich
mein kurzes Gebet zu Ende sprach, konnte der Vogel sofort losfliegen.
Ich fühlte dass
der Herr mir so die Kraft des Gebets demonstrierte, und ich bin ihm dankbar,
dass er so schnell eingegriffen hatte.
Mir kam
danach auch eine Textzeile in den Sinn von einer deutschen Rockband:“
Vielleicht
bist du es irgendwann, der um Hilfe schreit…“
Vielleicht
sind wir dann auch froh, wenn uns jemand hilft, oder für uns betet, ich sehe es
selber auch, dass es sehr wichtig ist, dass wir für andere beten. Mag es noch
so unbedeutend sein oder nicht, aber ich glaube, alle Geschöpfe sind wichtig,
und haben ein Recht zu leben.
Mir ging
vieles danach durch den Kopf, mir fiel auch ein, wie ich als ganz kleines Kind,
in einer ähnlichen Lage war, und ohne Hilfe vielleicht nicht überlebt hätte.
Ich und
meine Mutter und mein Bruder, gingen sehr oft in das örtliche Schwimmbad, und
schwammen am Nachmittag.
Mein Bruder
und meine Mutter waren sehr gute Schwimmer, ich konnte es damals noch nicht. So
musste ich damals dann im Kinderschwimmbecken bleiben, und da meine ersten
Schwimmversuche machen. Mir machte das auch immer spass, meine Mutter hatte da
immer ein Auge auf mich. Der Bademeister, war damals eher mit seiner Zeitung
beschäftigt, als auf das aufpassen. Ich fing mich mit der Zeit an zu
langweilen, und wie das so bei kleinen Kindern ist, man ist neugierig auf alles
Neue und möchte alles auskundschaften.
Ich wollte
mal in das erwachsenen Schwimmbecken, und schauen, ob es dort noch lustiger
ist. Ich ging in einem unbeobachteten Moment zum Becken, und sprang mit einem
Satz hinein, ich war entsetzt wie weit das auf einmal runterging. Mir machte
das plötzlich sehr grosse Angst, ich ging bis auf dem Boden, und kam nicht mehr
hoch. Ich kämpfte um Atem, und das ich wieder hochkam, vergeblich.
Es verging einen
sehr schweren Augenblick, der mir bis heute in Erinnerung ist, plötzlich sah
ich, dass meine Mutter mit einem Satz hineinsprang, und zu mir kam, und mich
dann rettete.
Wenn sie es
nicht gesehen hätte, wäre ich vermutlich heute nicht mehr am Leben, ich glaube
wenn wir wachsam sind im Leben, kann das immer etwas Gutes sein. Ich bin heute
ein leidenschaftlicher Schwimmer, der sehr gerne schwimmt, aber immer unbedingt
auch auf die Schwimmregeln achtet. Es gibt nichts schlimmeres, wenn man im
Wasser untergeht, und nichts machen kann.
Im Alltag
kann eine helfende Hand und ein Gebet, ein grosser Retter sein, wenn wir
wachsam sind, und uns selbstlos, einsetzen.
Ich bin dem
Herrn sehr dankbar, dass er auf uns alle immer Acht gibt, und wir uns sicher
fühlen können, bei ihm.
Er liebt
alle Geschöpfe, mögen sie auch noch so klein sein, aber vor allem bin ich auch
meiner Mutter sehr dankbar, dass sie mir damals mein Leben gerettet hatte.
Sicher haben
sie das auch schon gesehen, oder erlebt, wie Leute in solchen Situationen,
einfach vorbeigegangen sind, oder wir selber das vielleicht auch unbewusst
gemacht haben.
Aber denken
sie immer daran, irgendwann sind wir vielleicht einmal selber in einer solchen
Situation, wo uns jemand retten muss. Zögern sie nicht, und tun sie das, was in
einer solchen Situation richtig ist, so wie Christus den Menschen geholfen
hatte, und er uns auffordert, dass wir es ihm gleichtun sollen.
Ich bin
unserem Erlöser dankbar, dass er uns so viele Beispiele gab, wo wir von ihm
lernen können.
Wenn sie mir
eine Nachricht schreiben möchten, zögern sie nicht, ich freue mich über jede
Nachricht: rolfs@bluewin.ch
In diesem Sinne
ihr
Rolf Schweizer
Rolf Schweizer




